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Lifestyle

Black Lives Matter, Rassismus, White Privilege

Hallo Friends 🌸

Ihr habt bestimmt alle mitbekommen, was gerade in den USA und der restlichen Welt los ist. Als ich vor ein paar Tagen das Video gesehen habe, in dem George Floyd ermordet wurde, war ich wirklich schockiert. Mir war nicht bewusst, dass die Situation für BIPOC (Black, Indigenous and People of Color) in den USA immer noch so schlimm ist. Wenn ich so etwas sehe, zweifle ich echt an der Menschheit… Wie kann man so rassistisch und menschenverachtend sein, dass man einen Mann , der mehrfach um Hilfe bittet und sagt, dass er keine Luft bekommt einfach ohne Grund umbringt.

Wie viel Hass muss man in sich haben, um dazu fähig zu sein einen anderen Menschen umzubringen und ihm sein Recht zu leben einfach wegzunehmen? Selbst der schlimmste Verbrecher sollte das Recht haben zu leben und erst recht Menschen wie George Floyd und alle anderen BIPOC, die nur aufgrund ihrer Hautfarbe ermordet wurden.

No one is born hating another person because of the color of his skin, or his background, or his religion. People must learn to hate, and if they can learn to hate, they can be taught to love, for love comes more naturally to the human heart than its opposite.

-Nelson Mandela

Niemand wird mit dem Hass auf andere Menschen wegen ihrer Hautfarbe, ethnischen Herkunft oder Religion geboren. Hass wird gelernt. Und wenn man Hass lernen kann, kann man auch lernen zu lieben. Denn Liebe ist ein viel natürlicheres Empfinden im Herzen eines Menschen als ihr Gegenteil.

– Nelson Mandela (deutsche Übersetzung)

Meiner Meinung nach hat Mandela recht! Niemand wird mit Hass und Ignoranz geboren. Wir müssen diese Dinge erst lernen, das heißt auch Rassismus ist nur ein Konstrukt unserer kaputten Gesellschaft. Es gibt nämlich eigentlich nur eine Rasse und das ist die Rasse Mensch und zu dieser Rasse gehören wir ALLE, egal ob unsere Pigmentierung etwas stärker oder leichter ist. Am Ende sehen wir doch alle total unterschiedlich aus, ob klein oder groß, dick oder dünn, schwarz oder weiß, wir sind alle einzigartig und wunderschön gemacht und es gibt keinen Grund irgendjemanden zu benachteiligen.

Ignoranz ist eins unserer größten Probleme auf dieser Welt. Viele Weiße wissen gar nicht, wie privilegiert sie eigentlich sind und das nur aufgrund ihrer Hautfarbe. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mich, bevor ich nach Südafrika gegangen bin, auch nur in der Schule mit dem Thema Rassismus auseinandergesetzt habe (nicht unbedingt mit White Privilege aber zumindest etwas mit der Geschichte etc.) aber sonst gar nicht so viel darüber nachgedacht habe und genau das ist White Privilege. Zu denken, dass etwas kein Problem ist, weil es kein persönliches Problem ist.

Hier sind mal ein paar Beispiele die zeigen, wieso wir als Weiße privilegiert sind:

Wir können… ohne Angst haben zu müssen verletzt oder getötet zu werden:

  • Von Polizisten verhaftet werden (George Floyd, 25. Mai 2020)
  • Joggen gehen (Ahmaud Arbery, 23. Februar 2020)
  • Vögel beobachten (Christian Cooper, 25.Mai 2020)
  • Zuhause sein (Breanna Taylor, 13. März 2020)
  • In die Kirche gehen (The Charleston 9, 17. Juni 2015)
  • Einen Strafzettel bekommen (Sandra Bland, 13. Juli 2015)
  • Bei Walmart einkaufen (John Crawford, 5. August 2014)
  • Mit Skittles nach Hause laufen (Trayvon Martin, 26. Februar 2012)
  • Silvester feiern (Oscar Grant, 1. Januar 2009)
  • Unsere Freundin/Freund vor bewaffneten Eindringlingen beschützen (Kevin Davis, 29 December 2014)
  • Rechtmäßig eine Waffe tragen (Philando Castile, 6. Juli 2016)
  • Einen Fremden um Hilfe bitten (Renisha McBride, 2. November 2013)
  • Eine psychische Krise haben (Anthony Hill, 9. März 2015)
  • Unbewaffnet vor Polizei wegrennen (Walter Scott, 4. April 2015)
  • CDs verkaufen (Alton Sterling, 5. Juli 2016)
  • Laut Musik hören (Jordan Davis, 23. November 2012)
  • Mit einer Spielwaffe spielen (Tamir Rice, 22. November 2014)
  • Den Geldbeutel rausholen (Amadou Diallo, 4. Februar 1999)
  • Ein Handy haben (Stephon Clark, 18. März 2018)
  • Schlafen (Ayiana Jones, 16. Mai 2010)
  • Atmen (Eric Garner, 17. Juli 2014)

Diese Liste könnte man bestimmt noch mit einigen Situationen/Namen ergänzen, in denen man sich als weiße Person gar keine Gedanken machen muss, in der die Situation aber für BIPOC fatal enden kann.

Viele Weiße stoßen sich etwas an den Begriffen “White Privilege” und “Black Lives Matter”, weil sich das anhört als würden keine anderen Leben zählen und als wäre das Leben für alle Weißen ein Zuckerschlecken, weil sie so privilegiert sind. Das heißt es aber natürlich nicht. White Privilege heißt nicht, dass das Leben von Weißen nicht schwierig sein kann, es heißt nur, dass die Hautfarbe kein Faktor ist, der es schwieriger macht. Und wir müssen schon auch ehrlich zu uns sein und uns eingestehen, dass wir davon profitieren, dass bestimmte Gesellschaftsgruppen benachteiligt und unterdrückt werden.

Als weiße Person hat man immer die Möglichkeit ignorant zu sein, sich aus den “Problemen anderer” herauszuhalten und “neutral” zu sein. Leider ist dieses “neutrale”, ignorante Verhalten ganz und gar nicht neutral.

If you are neutral in situations of injustice, you have chosen the side of the oppressor. If an elephant has its foot on the tail of a mouse and you say that you are neutral, the mouse will not appreciate your neutrality.

– Desmond Tutu

Wenn Sie in Situationen der Ungerechtigkeit neutral sind, haben Sie die Seite der Unterdrücker gewählt. Wenn ein Elefant mit seinem Fuß auf dem Schwanz einer Maus steht und Sie sagen, dass sie neutral sind, wird die Maus Ihre Neutralität nicht begrüßen.

Desmond Tutu (deutsche Übersetzung)

Desmond Tutu hat es ziemlich gut auf den Punkt gebracht. Man fragt sich natürlich auch immer was genau man denn als weiße Person tun kann und die einfachsten Möglichkeiten sind: Solidarität zeigen, nicht still zu sein und sich wirklich mit dem Thema auseinanderzusetzen, sich weiterzubilden und andere aufzuklären/zu informieren, zu spenden und Petitionen zu unterschreiben. Ich habe eine Film/Serien Liste, eine Literaturliste, eine Liste mit Organisationen, an die man spenden kann und eine Liste für Petitionen für euch zusammengestellt. Ich lege euch wirklich ans Herz euch mal etwas besser mit dem Thema auseinanderzusetzen und mit anderen darüber zu sprechen, damit ein generelles Bewusstsein entsteht und sich etwas Verändern kann. ✊🏻✊🏼✊🏽✊🏾✊🏿

Filme und Serien auf Netflix

1. When They See Us (Serie)

Deutscher Trailer
Englischer Trailer

Diese Serie nach wahren Ereignissen erzählt die Geschichte von fünf Teenagern aus Harlem, die fälschlich eines brutalen Übergriffs im Central Park beschuldigt wurden. Sie besteht aus 4 Folgen, die zwischen 1 und 1,5 Stunden lang sind.

2. 13th (Film)

Englischer Trailer

In dieser packenden Doku analysieren Gelehrte, Aktivisten und Politiker die Kriminalisierung von Afroamerikanern und den starken Anstieg der US-Gefängnisbevölkerung. Der Film geht ca.100 Minuten.

3. Dear White People (Film & Serie)

Englischer Trailer mit deutschem Untertitel

Schwarze Schüler haben an diesem Elite-College, das in Sachen Rasse längst nicht so fortschrittlich ist, wie es meint, täglich mit Kränkungen und Gefahren zu kämpfen. Die Serie basiert auf dem gleichnamigen Film aus dem Jahr 2014 und besteht aus 3 Staffeln mit je 10 Folgen, die ca. 30 Minuten lang sind.

4. Zeit: Der Fall Kalief Browder (Serie)

Englischer Trailer

Diese Serie porträtiert den tragischen Fall des Kalief Browder, einem Teenager aus der Bronx, der ohne jegliche Verurteilung 3 grausame Jahre im Gefängnis verbrachte. Sie hat eine Staffel mit 6 Folgen, die jeweils ca. 43 Minuten gehen.

5. See You Yesterday (Film)

Deutscher Trailer
Englischer Trailer

Zwei junge Genies wollen die Kunst des Zeitreisens meistern. Doch als die Polizei jemanden erschießt, sind sie zu gefährlichen Reisen in die Vergangenheit gezwungen. Der Film ist ca.87 Minuten lang.

6. American Son (Film)

Deutscher Trailer
Englischer Trailer

Die Afroamerikanerin Kendra hofft auf einem Revier in Florida mit ihrem Ex verzweifelt auf eine Nachricht von ihrem Sohn. Die Spannungen laufen auf Hochtouren. Der Film geht 1,5 Stunden.

7. Hidden Figures

Deutscher Titel
Englischer Trailer

Drei geniale afroamerikanische Frauen trotzen Sexismus und Rassismus und werden die brillanten Köpfe hinter dem ersten amerikanischen Astronauten im All. Der Film geht ca. 126 Minuten.

8. Der Butler

Deutscher Trailer
Englischer Trailer

Er diente acht Präsidenten im Weißen Haus zu einer Zeit präzedenzloser Umwälzungen in der US-amerikanischen Geschichte als Butler. Der Film geht ca. 131 Minuten.

9. All Day And A Night

Deutscher Trailer
Englischer Trailer

Während seiner lebenslangen Gefängnisstrafe blickt ein junger Mann auf all die Menschen, die Umstände und das System zurück, die ihn einst zum Verbrecher werden ließen. Der Film geht ca. 121 Minuten.

10. Becoming

Englischer Trailer mit deutschem Untertitel

Michelle Obama gewährt auf ihrer Lebensreise für “BECOMING: Meine Geschichte” persönliche Einblicke in ihre Verbindungen zu anderen Menschen. Der Film geht ca. 89 Minuten.

Bücher

1. Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen: aber wissen sollten – Alice Hasters

„Aber wo kommst du wirklich her?“, „Darf ich deine Haare anfassen?“ und „Schokobabys sind so niedlich“ – rassistische Gedanken sitzen tief. Darüber müssen wir reden. Alice Hasters beschreibt, was es bedeutet, heute als Schwarze Frau in Deutschland zu leben. Warum nicht nur Skinheads mit Springerstiefeln Rassisten sein können, was man gegen eigene blinde Flecken tut und wie ein offener Umgang miteinander aussieht, das beschreibt sie in diesem Buch.

Das Buch ist auch als kostenloses Hörbuch auf Spotify verfügbar.

2. Deutschland Schwarz Weiß. Der alltägliche Rassismus – Noah Sow

In der Schule lernen wir, dass alle Menschen gleich seien. Gleichzeitig lernen wir jedoch »Grundwissen«, das noch aus der Kolonialzeit stammt. In deutlicher Sprache und mit tiefgründigem Humor entlarvt die bekannte Künstlerin und Aktivistin Noah Sow den Alltagsrassismus, der uns in Deutschland täglich begegnet. So zeigt sie etwa, wie selbst die UNICEF-Werbung sich rassistischer Klischees bedient, und warum es schlimmer ist, »Die weiße Massai« zu Ende zu lesen, als nicht zur Lichterkette zu gehen.
Rassismus zu bekämpfen heißt zunächst einmal, ihn zu verstehen. Dieser Prozess wird auch für Angehörige der Mehrheitsgesellschaft nicht ganz schmerzfrei vonstattengehen können. Aber wie nicht zuletzt Noah Sows Buch deutlich macht: lohnen wird es sich allemal, und zwar für alle.

3. Exit RACISM: rassismuskritisch denken lernen – Tupoka Ogette

Obwohl Rassismus in allen Bereichen der deutschen Gesellschaft wirkt, ist es nicht leicht, über ihn zu sprechen. Keiner möchte rassistisch sein, und viele Menschen scheuen sich vor dem Begriff. Das Buch begleitet die Leser*innen bei ihrer mitunter ersten Auseinandersetzung mit Rassismus und tut dies ohne erhobenen Zeigefinger. Vielmehr werden die Leser*innen auf eine rassismuskritische Reise mitgenommen, in deren Verlauf sie nicht nur konkretes Wissen über die Geschichte des Rassismus und dessen Wirkungsweisen erhalten, sondern auch Unterstützung in der emotionalen Auseinandersetzung mit dem Thema.

4. Sprache und Sein – Kübra Gümüsay

Dieses Buch folgt einer Sehnsucht: nach einer Sprache, die Menschen nicht auf Kategorien reduziert. Nach einem Sprechen, das sie in ihrem Facettenreichtum existieren lässt. Nach wirklich gemeinschaftlichem Denken in einer sich polarisierenden Welt. Kübra Gümüsay setzt sich seit langem für Gleichberechtigung und Diskurse auf Augenhöhe ein. In ihrem ersten Buch geht sie der Frage nach, wie Sprache unser Denken prägt und unsere Politik bestimmt. Sie zeigt, wie Menschen als Individuen unsichtbar werden, wenn sie immer als Teil einer Gruppe gesehen werden – und sich nur als solche äußern dürfen. Doch wie können Menschen wirklich als Menschen sprechen? Und wie können wir alle – in einer Zeit der immer härteren, hasserfüllten Diskurse –­ anders miteinander kommunizieren?

5. Eure Heimat ist unser Albtraum – Fatma Aydemir und Hengameh Yaghoobifarah

Was bedeutet es, sich bei jeder Krise im Namen des gesamten Heimatlandes oder der Religionszugehörigkeit der Eltern rechtfertigen zu müssen? Wie viel Vertrauen besteht nach dem NSU-Skandal noch in die Sicherheitsbehörden? Und wie wirkt sich Rassismus auf die Sexualität aus? Dieses Buch ist ein Manifest gegen Heimat. 14 Autor_innen geben in persönlichen Essays Einblick in ihren Alltag und halten Deutschland den Spiegel vor: einem Land, das sich als vorbildliche Demokratie begreift und gleichzeitig einen Teil seiner Mitglieder als »anders« markiert, kaum schützt oder wertschätzt.

6. Gegen den Hass – Carolin Emcke

Carolin Emcke, eine der wichtigsten Intellektuellen der Gegenwart, äußert sich in ihrem engagierten Essay »Gegen den Hass« zu den großen Themen unserer Zeit: Rassismus, Fanatismus, Demokratiefeindlichkeit. In der zunehmend polarisierten, fragmentierten Öffentlichkeit dominiert vor allem jenes Denken, das Zweifel nur an den Positionen der anderen, aber nicht an den eigenen zulässt. Diesem dogmatischen Denken, das keine Schattierungen berücksichtigt, setzt Carolin Emcke ein Lob des Vielstimmigen, des »Unreinen« entgegen ― weil so die Freiheit des Individuellen und auch Abweichenden zu schützen ist. Allein mit dem Mut, dem Hass zu widersprechen, und der Lust, die Pluralität auszuhalten und zu verhandeln, lässt sich Demokratie verwirklichen. Nur so können wir den religiösen und nationalistischen Fanatikern erfolgreich begegnen, weil Differenzierung und Genauigkeit das sind, was sie am meisten ablehnen.
Für alle, die überzeugende Argumente und Denkanstöße suchen, um eine humanistische Haltung und eine offene Gesellschaft zu verteidigen.

7. Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche – Reni Eddo-Lodge

Viel zu lange wurde Rassismus als reines Problem rechter Extremisten definiert. Doch die subtileren, nicht weniger gefährlichen Vorurteile finden sich dort, wo man am wenigsten mit ihnen rechnen würde – im Herzen der achtbaren Gesellschaft. Was bedeutet es, in einer Welt, in der Weißsein als die selbstverständliche Norm gilt, nicht weiß zu sein? Reni Eddo-Lodge spürt den historischen Wurzeln der Vorurteile nach, und zeigt unmissverständlich, dass die Ungleichbehandlung Weißer und Nicht-Weißer unseren Systemen seit Generationen eingeschrieben ist. Ob in Politik oder Popkultur – nicht nur in der europaweiten Angst vor Immigration, sondern auch in aufwogenden Protestwellen gegen eine schwarze Hermine oder einen dunkelhäutigen Stormtrooper wird klar: Diskriminierende Tendenzen werden nicht nur von offenen Rassisten, sondern auch von vermeintlich toleranten Menschen praktiziert. Um die Ungerechtigkeiten des strukturellen Rassismus herauszustellen und zu bekämpfen, müssen darum People of Color und Weiße gleichermaßen aktiv werden – »Es gibt keine Gerechtigkeit, es gibt nur uns.«

8. The Hate U Give – Angie Thomas

Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen…

9. Zwischen mir und der Welt – Ta-Nehisi Coates

Ta-Nehisi Coates hat mit seinem Buch »Zwischen mir und der Welt« ein leidenschaftliches und zugleich schmerzhaftes Manifest gegen Rassismus geschrieben. In Form eines Briefes, der an seinen Sohn Samori gerichtet ist, verbindet Coates die amerikanische Geschichte mit seiner persönlichen. Er schreibt darüber, dass es nicht nur ein Problem individueller Verfehlung ist, wenn in den USA Schwarze von Polizisten ermordet werden. Denn rassistische Gewalt ist fest eingewoben in die amerikanische Identität – sie ist das, worauf das Land gebaut ist. Afroamerikaner besorgten als Sklaven seinen Reichtum und sterben heute als freie Bürger auf seinen Straßen. Coates fordert die Menschen auf, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, um ein Bewusstsein in Bezug auf rassistische Diskriminierung zu entwickeln und gegen sie zu kämpfen. Sein Buch ist bereits wenige Monate nach Erscheinen zum Klassiker geworden, der aus keiner zukünftigen Diskussion um Rassismus wegzudenken ist.

10. Schwarzsein in einer rassistischen Welt – Ijeoma Oluo

Warum darf ich das ›N-Wort‹ nicht benutzen? Warum darf ich deine Haare nicht anfassen? Hat Polizeigewalt wirklich etwas mit ›Race‹ zu tun? Oluo schreibt über das Gefühl, das sie hatte, als ihr Sohn seine Hand auf ihre legte und sagte: »Unsere Haut hat ja den gleichen Braunton« – und über die Diskriminierung gegenüber Schwarzen jungen Männern. Darüber, dass eben diese so oft direkt oder indirekt von der Schule ins Gefängnis kommen, dass es schon eine eigene wissenschaftliche Bezeichnung dafür gibt: school-to-prison-pipeline. Über die Polizeigewalt in den USA und über Massenverhaftungen von Afro-Amerikaner*innen. Gleichzeitig schafft es Oluo, Diskurse über die Vor- und Nachteile identitätspolitischer Kämpfe verständlich und den Begriff der Intersektionalität einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Ein Buch, das sehr hart und sehr einfühlsam zugleich ist, Diskurse voranbringt und Verständnis schafft. Geschrieben für Menschen jeder Hautfarbe, um in allen Lebensbereichen eine gerechtere und antirassistische Gesellschaft zu schaffen.


Organisationen, an die man spenden kann

1. Black Lives Matter

https://secure.actblue.com/donate/ms_blm_homepage_2019

2. Black Visions Collective

https://secure.everyaction.com/4omQDAR0oUiUagTu0EG-Ig2

3. NAACP

https://secure.actblue.com/donate/naacp-1

4. Minnesota Freedom Fund

https://minnesotafreedomfund.org/donate

5. Reclaim the Block

https://secure.everyaction.com/zae4prEeKESHBy0MKXTIcQ2

6. National Bail Out

https://secure.actblue.com/donate/freeblackmamas2020

7. Unicorn Riot

8. Campaign Zero

https://www.joincampaignzero.org/

9. European Network Against Racism

https://www.enar-eu.org/Donate-161

10. Know Your Rights Camp

https://www.knowyourrightscamp.com/


Petitionen

1. Gerechtigkeit für George Floyd

https://www.change.org/p/gerechtigkeit-für-george-floyd-minneapolis-georgefloyd-blacklivesmatter

2. Justice for George Floyd

https://www.change.org/p/mayor-jacob-frey-justice-for-george-floyd-2?recruiter=946041940&utm_source=share_petition&utm_medium=twitter&utm_campaign=psf_combo_share_abi&utm_term=psf_combo_share_abi&recruited_by_id=c0927e60-51b4-11e9-84c7-2bbc9913ddf5

3. Gerechtigkeit für Breonna Taylor

https://www.change.org/p/andy-beshear-justice-for-breonna-taylor

4. Ahmaud Arbery – Berufsverbot für George E. Barnhill

https://www.change.org/p/federal-bureau-of-investigation-disbarment-of-george-e-barnhill

5. Gerechtigkeit für Ahmaud Arbery

https://www.change.org/p/district-attorney-tom-durden-justice-for-ahmaud-arbery-i-run-with-maud

6. Gerechtigkeit für Regis Korchinski-Paquet

https://www.change.org/p/justice-for-regis-korchinski-paquet?recruiter=1095151341&utm_source=share_petition&utm_medium=twitter&utm_campaign=psf_combo_share_initial&recruited_by_id=dcb97460-a0f3-11ea-9b45-3f1c8172e87a

7. Gerechtigkeit für Tony McDade

https://www.change.org/p/justice-for-tony-mcdade

8. Nationale Aktionspläne gegen Polizeibrutalität

https://www.change.org/p/national-action-against-police-brutality-and-murder

9. Abschaffung der Gefängnisarbeit in den USA

https://www.change.org/p/federal-bureau-of-prisons-abolish-prison-labour-in-the-usa?utm_source=share_petition&utm_medium=custom_url&recruited_by_id=ecb9f830-ab55-11e7-8f6a-c5345e805526

10. Befreit Siyanda

https://www.change.org/p/free-siyanda

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