Bethel Studentin
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Settling in

Hi Friends ­čîŞ

und schon wieder sind 2 Woche rum. Die Zeit vergeht hier so schnell. Das liegt bestimmt daran, dass so vieles neu und super spannend ist. Erstmal als follow up zum letzten Post, wir konnten unsere Differenzen mit unseren Vermietern leider immer noch nicht ganz kl├Ąren aber zumindest haben sie uns jetzt Zugang zur Security Camera gegeben, haben sie so angebracht, dass man das Gesicht der Person sehen kann, die vor der T├╝r steht und haben das Mikrofon ausgestellt. Auf richtig guten Terms sind wir leider trotzdem noch nicht, weil sie immer noch keine G├Ąste erlauben und teilweise so emotional auf Dinge reagieren.

Unsere Vermieterin hat uns jetzt sogar auf Facebook blockiert, obwohl sie die war, die uns immer dar├╝ber kontaktiert hat und uns Nachrichten geschickt hat, wenn sie sich ├╝ber etwas aufgeregt hat. Na ja, wir geben nicht auf, wir beten weiter f├╝r sie und ihre Familie und hoffen, dass sich die Situation bessert. Wenn nicht m├╝ssen wir echt nochmal dar├╝ber nachdenken doh umzuziehen, weil es so einfach zu anstrengend ist. Sie haben uns vorletzte Woche aber netterweise ein etwas schrottiges Keyboard geschenkt, weil ihnen ein Keyboard im Wert von 2000$ geschenkt wurde. Richtig cool! Nur das Pedal funktioniert leider nicht und das macht es momentan leider noch unbrauchbar. Trotzdem eine nette Geste!

Jetzt zu den sch├Âneren Dingen. Eine meiner Mitbewohnerinnen und ich waren am 19. September mit ca. 15 anderen Studenten f├╝r eine Worship/Prayer Night am Whiskeytown Lake. Wir hatten erst zuhause schon eine Weile f├╝r unsere Housing Situation gebetet und haben dann dort nochmal einen richtig krassen Abend gehabt. Es war richtig sch├Ân mal mit einer kleineren Gruppe unterwegs zu sein. Ein M├Ądchen hat den Worship mit ihrer Gitarre geleitet und, weil wir am See waren war alles eher leise. Ich hatte mich eigentlich total darauf gefreut so richtig zu singen und alles rauszulassen aber ich kannte die Lieder auch zum gr├Â├čten Teil nicht und, deshalb war ich am Anfang nicht so ganz begeistert. Wir haben dann aber angefangen f├╝r einander zu beten und je mehr ich in die Gegenwart Gottes kam, desto sch├Âner wurde der Abend.

Irgendwann lagen wir alle auf dem Boden, haben den unglaublich sch├Ânen Sternenhimmel angeschaut und konnten gar nicht mehr aufh├Âren zu lachen, weil wir so erf├╝llt von einer tiefen Freude und Sch├Ânheit waren. Der Himmel war an dem Tag ausnahmsweise mal nicht mit Rauch bedeckt sondern so klar, dass wir sogar die Milchstra├če sehen konnten. Wir lagen direkt am See, rundherum waren B├Ąume und zwischendurch kam sogar ein Reh vorbei. Ich w├╝nschte mein iPhone k├Ânnten auch nachts Fotos machen, dann k├Ânnte ich diese wundersch├Ânen Bilder mit euch teilen aber daf├╝r ist es zu alt, hihi. Die Neueren k├Ânnen das bestimmt. Na ja, dann ist an dieser Stelle mal eure Vorstellungskraft gefragt.

See

Als wir richtig befreit und erfrischt zuhause ankamen, hat sich die Stimmung um 180 Grad gewendet. Unsere Mitbewohner hatten n├Ąmlich 2 Jungs, die netterweise mit ihnen bei In n’ Out Burger waren, ├╝ber die Hintert├╝r ins Haus geschleust, weil unsere Taiwanesische Mitbewohnerin nicht zuhause war und sie die Einzige ist, die mit der Regel kein Problem hat. Die Jungs hatten nur mal ein Glas Wasser getrunken und waren insgesamt vielleicht 15 Minuten da als pl├Âtzlich unsere Mitbewohnerin zur├╝ckkam und total ausgeflippt ist.

Es war Krise angesagt, weil unsere Taiwanesische Mitbewohnerin das Gef├╝hl hatte sie m├╝sse das unbedingt unseren Vermietern petzen. Die haben dann eine meiner Mitbewohnerinnen richtig ├╝ber Facebook attackiert, haben ihren Glauben angezweifelt und haben sich absolut kindisch und unprofessionell verhalten. Die Sache ist jetzt abgehakt, unser Verh├Ąltnis wird langsam wieder besser aber eins ist klar, so kann die Situation nicht weitergehen. Es f├╝hlt sich an als w├╝rde in unserem Haus ein Spion wohnen, der alles an unsere Vermieter weitergibt. Wir konnten uns mit der Mitbewohnerin zwar etwas aussprechen aber ich glaube, dass das wirkliche Problem unsere sehr unterschiedlichen Kulturen sind. Aber das bekommen wir schon wieder hin. Ich bin echt mal gespannt wie sich unser Verh├Ąltnis zu unseren Landlords entwickelt.

Am n├Ąchsten Morgen wurden wir von einem Freund abgeholt, der uns mit zum Bethel Gottesdienst auf dem Ballfield (drau├čen) genommen hat. Das war auch ziemlich cool aber leider ging uns die Situation mit unseren Vermietern nicht aus dem Kopf und deshalb hab ich von dem Gottesdienst nicht soo viel mitgenommen. Der Worship hat aber wirklich gut getan! Danach haben wir unseren Sonntagsbrunch vorbereitet. Sp├Ąt Nachmittags sind wir dann noch zu Trader Joe’s gelaufen, haben uns Eis gekauft und haben zusammen High School Musical geschaut.

Ich finde es sehr schade, dass unsere Taiwanesische Mitbewohnerin sich auf einmal so distanziert und nichts mehr mit uns macht. Auch, wenn wir uns letzte Woche etwas mit ihr ausgesprochen haben ist sie nicht mehr wirklich Teil der Gruppe. Wir machen echt einiges zusammen und sie ist immer nur mit ihren Taiwanerinnen unterwegs, geht ganz fr├╝h aus dem Haus und, wenn sie zur├╝ck kommt ist sie in ihrem Zimmer. Sie isst sogar in ihrem Zimmer. Ich wei├č wirklich nicht was sich ver├Ąndert hat, weil sie am Anfang so offen und nett war und die ganze Zeit mit uns unterwegs war. Jetzt sind ihre Taiwanerinnen und unsere Vermieterin die einzigen Leute, mit denen sie etwas unternimmt. Das ist echt schade. Na ja, wir beten weiter daf├╝r, dass sich die ganze Situation entspannt.

Am 21. September hat dann unsere erste Schulwoche angefangen. Wir waren alle sehr gespannt. Auch, wenn wir am Anfang viel Organisatorisches h├Âren mussten war die Woche der Hammer! Der Worship war eins meiner Highlights , er war wirklich unglaublich gut. An einem Morgen war sogar Kalley Heiligenthal da und hat zusammen mit David Funk (meine absolute Lieblingskombi) den Worship geleitet. Da hatte ich echt einen kleinen Fangirl Moment, weil Kalley ein riesen Vorbild f├╝r mich ist. Hannah Waters hat auch schon zwei mal Worship gleitet, weil sie der Worship Pastor f├╝r das First Year ist und vorgestern war dann Josh Baldwin da. Ich bin so dankbar f├╝r die Worshipzeiten! Das hat mir in der Coronaphase sehr gefehlt! Worship tut einfach nur gut! Schaut euch gerne mal meinen Mini Vlog am Ende des Beitrags f├╝r mehr Videos vom Worship und den letzten 2 Wochen an.

Erster Schultag

Wir haben mittlerweile auch echt schon einige Sprecher geh├Ârt und ich finde es super cool, dass sie so unterschiedliche Arten haben zu lehren. Kris Vallotton ist super witzig, schafft es aber trotzdem seine Message so r├╝berzubringen, dass man es super versteht und man mit seinen Gedanken nicht abschweift. Dann Farrelly spricht wie ein echter Theologe, der super viel Wissen hat, sich sehr viele Gedanken zu Themen macht und kann das richtig gut und logisch vermitteln. Mark Brooks spricht mit voller Leidenschaft und total Geist geleitet, was es teilweise etwas durcheinander macht aber auch super authentisch. Papa Bill Johnson hat mich sehr beeindruckt, weil er so krass viel Weisheit hat. Bei ihm hatte ich etwas Probleme mit meinen Notizen hinterherzukommen, weil er so viele gute Dinge gesagt hat und ich immer noch an einem Satz war als er schon die n├Ąchste krasse Weisheit rausgehauen hat.

Ich bin richtig froh, dass wir der erste Jahrgang sind, der sich alles nochmal online anschauen kann, weil ich bestimmt 5-6 halbe S├Ątze aufgeschrieben habe, die ich noch vervollst├Ąndigen muss. Chris Gore war auch an einem Nachmittag f├╝r ein freiwilliges Heilungsseminar da. Das war auch richtig gut, Chris war das komplette Gegenteil von Bill, weil er alles wirklich simpel erkl├Ąrt hat, sodass man es sehr leicht verstehen konnte. Gestern hat dann noch Leslie Crandall gesprochen. Leslie hat voller Leidenschaft, Emotion und Feuer gesprochen und hat mich bisher von allen am meisten ber├╝hrt. Als sie ├╝ber “Liebe empfangen” gesprochen hat, hab ich bestimmt eine Stunde geheult, weil ich die Liebe Gottes noch nie so krass gesp├╝rt habe und ich wieder einige richtig gute Offenbarungen hatte. Wow, ich bin so dankbar an einem so krassen Ort mit so vielen krassen Lehrern sein zu d├╝rfen. Wir hatten erst zwei Wochen Schule und ich hatte jetzt schon ein paar richtig tolle Erkenntnisse.

Schule

Wir haben viel ├╝ber Core Values (es gibt irgendwie keine super ├ťbersetzung daf├╝r aber damit sind die eigenen Grunds├Ątze/ grundlegenden Werte gemeint) geredet. ├ťber die Core Values von der Schule, was ich richtig gut fand aber wir sollten auch herausfinden, was unsere eigenen Core Values sind. Eine meiner Third Years hatte da einen super Tipp, um die eigenen Core Values zu bestimmen. Stellt euch 3 Personen vor, die ihr gar nicht leiden k├Ânnt und ├╝berlegt euch was euch so an ihnen st├Ârt. Das Gegenteil davon ist einer eurer Core Values. Beispiel: Mich hat es sehr gest├Ârt, dass unsere Mitbewohnerin uns verpetzt hat, weil mir Loyalit├Ąt total wichtig ist. Also ist das wohl einer meiner Core Values. Versucht das mal, das ist wirklich interessant und gut zu wissen, weil unsere Core Values unser Handeln stark beeinflussen und im Grunde bestimmen wie wir unser Leben leben.

Wir haben au├čerdem zwei verschiedene Arten von Core Values. Manche Core Values die wir haben funktionieren zwar im Alltag, sie sind aber eigentlich nicht das, was wir anstreben, deshalb ist es super wichtig, dass man sich dar├╝ber bewusst wird, was einem eigentlich wichtig ist und wie man seine angestrebten Core Values zu seinen allt├Ąglichen Core Values macht. Beispiel: Einer meiner Core Values, die im Alltag gut funktionieren ist Geld sparen wo es nur geht. Ich habe so meine Finanzen gut im Griff und kann mir vieles leisten aber eigentlich ist eine Sache, die ich anstrebe gro├čz├╝gig zu sein, weil Gott auch nicht sparsam oder geizig ist. Das widerspricht sich also mit meinem Handeln. Ich habe gemerkt, dass ich an dem Punkt noch an mir arbeiten muss, um meine angestrebten Core Values zu meinen allt├Ąglichen Core Values zu machen.

Das war jetzt nur mal ein kleines ganz praktisches Beispiel. Ich versuche jetzt nochmal ein paar von meinen Erkenntnissen zusammenzufassen. Der Satz “We become what we think God thinks of us” von Kris ist mir wirklich h├Ąngengeblieben. Es ist echt super wichtig, was f├╝r ein Gottesbild wir haben, weil wir werden, was wir denken, was Gott ├╝ber uns denkt und das reproduzieren wir dann. Wir m├╝ssen uns bewusst machen was f├╝r ein guter, liebender Vater Gott ist und m├╝ssen aufh├Âren die ganze Zeit schlecht ├╝ber uns selbst zu denken. Eigentlich ist es, wenn man genau dar├╝ber nachdenkt eine richtige Beleidigung f├╝r Gott, weil wir, wenn wir schlecht ├╝ber uns denken an seiner Sch├Âpfung zweifeln. Er hat uns immerhin nach Seinem Bild gemacht und egal, wie viel Mist wir bauen, wir sind immer Objekt Seiner Zuneigung, weil wir Seine Kinder sind. Gott ist viel mehr an dem interessiert, was Er in uns hineingie├čt als das, was aus uns herausflie├čt. Alle negativen Gef├╝hle und Gedanken werden einfach herausgesp├╝lt, wenn wir uns mit Seiner Liebe f├╝llen lassen. Das ist jetzt nur ein Bruchteil von den Erkenntnissen, die ich die letzten 2 Wochen hatte aber alles zusammenzufassen w├╝rde jetzt zu lange dauern. Ich habe immerhin ca. 20 Seiten Notizen gemacht, hihi.

Wir m├╝ssen auch mehr Hausaufgaben machen als erwartet aber ehrlich gesagt macht mir das total Spa├č! Ich werde hier noch zu einem richtigen Streber. Ich hab noch nie so gern Hausaufgaben gemacht. Letztens hab ich mich einfach mit meiner Bibel in den kleinen Park, der nur 5 Minuten von uns weg ist, gesetzt und hab meine Aufgaben gemacht. Es f├╝hlt sich auch gar nicht richtig an wie Hausaufgaben, weil ich so oder so richtig gerne lese. Nur die Arbeitsbl├Ątter, die wir teilweise ausf├╝llen m├╝ssen sind etwas anstrengend und auch die Book Reports sind nicht so mein Ding aber das ist okay. Ich wei├č ja, dass ich es eigentlich f├╝r mich mache, weil ich mir die Dinge dann besser behalten kann und mich mit manchen Dingen tiefer auseinander setze.

Hausaufgabe
Hausaufgaben

Wir haben nach der Schule auch ein paar richtig sch├Âne Sachen unternommen. Letzten Freitag bin ich zum Beispiel mal mit 5 M├Ądels aus meiner WG in den Coffee Shop Evergreen gegangen, in dem man als Bethel Student einfach mal einen Kaffee getrunken und ein ganz typisches Foto vor der bunten Garage gemacht haben muss. Das war wirklich sch├Ân. Au├čerdem war ich nochmal bei einer Worship/ Prayer Night am Whiskeytown Lake.

Gruppenfoto

Dieses Mal war es noch viel besser. Ich hab mich zwischendurch einfach etwas abseits auf einen Stein gesetzt und hab mich etwas mit Jesus unterhalten. Es hat echt gut getan mal wieder etwas mit Jesus allein zu sein und ich hatte auch wieder eine ganz interessante Erkenntnis. Etwas sp├Ąter an dem Abend lagen wir dann wieder auf dem Boden, haben die Sterne angeschaut und haben wieder richtig viel gelacht. Nach dem letzten Mal hatte ich mich gefragt, ob das wirklich von Gott kam oder, ob ich einfach mit den Anderen mitgelacht habe.

Manifestieren ist hier voll das Ding und am Anfang hab ich mich wieder mal viel zu sehr mit anderen verglichen und hatte das Gef├╝hl ich muss auch manifestieren aber das hab ich ziemlich schnell erkannt und abgelegt. Dieses Mal war ich eine der Ersten, die ohne ersichtlichen Grund richtig anfangen musste zu lachen und ich habe mindestens eine halbe Stunde gelacht. Es war zwischendurch richtig anstrengend aber ich konnte einfach nicht aufh├Âren. Das war die Best├Ątigung, die ich brauchte. Ich hatte schon l├Ąnger daf├╝r gebetet, dass ich das Lachen im Geist mal erlebe und ich bin super happy, dass es noch viel sch├Âner war als ich es mir vorgestellt hatte. Ich hoffe ich habe noch ganz viele Abende wie diesen.

See

Auf dem R├╝ckweg haben wir einen kurzen Abstecher bei In n’ Out gemacht und sind dann zu einer Party, um in den Geburtstag von einer meiner Mitbewohnerinnen rein zu feiern. Sonntag haben wir zusammen gebruncht und haben Nachmittags mit ein paar Leuten in einem kleinen, s├╝├čen Park um die Ecke gepicknickt und gefeiert, weil wir ja keine Menschen in unser Haus lassen d├╝rfen. Der Tag war aber richtig sch├Ân. Abends haben wir uns nochmal Essen bei Chipotle geholt und haben den Gottesdienst nachgeschaut.

Anfang letzter Woche war mir an einem Tag alles irgendwie zu viel. Es sind so viele coole Leute hier und ich m├Âchte am liebsten alle kennenlernen und ├╝berall dabei sein (Foto l├Ąsst gr├╝├čen) aber brauche schon auch mal Zeit, um alles zu verarbeiten. Dann kam an dem einen Tag auch noch jemand zu mir und meinte, dass sie irgendwie das Gef├╝hl hat, dass ich sie nicht leiden kann, weil ich in einem Gespr├Ąch mit ihr einfach weggegangen w├Ąre, was mir gar nicht ├Ąhnlich sieht. Kann aber gut sein, weil ich jedes mal nach den Sessions noch schnell nach einem Ride suchen muss, um nach Hause zu kommen und wie gesagt auch am liebsten ├╝berall gleichzeitig w├Ąre. Ich hab gemerkt, dass ich da echt einen Gang runterfahren muss, weil es so einfach nicht funktioniert.

Ich hasse es, wenn ich merke, dass ich irgendjemand aus Versehen mit meinem Verhalten verletzt habe, deshalb musste ich den ganzen Tag noch daran denken und bin auch nur mit Widerwillen abends zu Freunden gefahren. Das war aber genau die richtige Entscheidung, weil ich da endlich mal wieder in Ruhe mit Leute reden konnte und nicht im Hinterkopf haben musste, dass ich irgendwie noch einen Ride nach Hause brauche oder schauen muss, dass ich rechtzeitig zur n├Ąchsten Stunde komme. Am n├Ąchsten Tag hat dann Leslie ├╝ber “Liebe empfangen” gesprochen und seitdem geht es mir richtig gut. Ich hab mich einfach mit Gottes Liebe f├╝llen lassen und das hat alle negativen Gedanken und Gef├╝hle aus mir herausgesp├╝lt.

Als ich gerade dachte, okay jetzt ist alles supi, haben wir gestern die Nachricht bekommen, dass unser County kurz vor einem erneuten Lockdown steht, weil es einige Covid-19 Ausbr├╝che bei BSSM und an anderen Stellen gab und, dass alle Studenten deshalb die n├Ąchsten 10 Tage in Quarant├Ąne m├╝ssen. Ich hoffe wirklich, dass sich die Lage bessert und diese Quarant├Ąne nur eine Ausnahme bleibt. Wir werden alle am Montag nochmal getestet und, wenn alles gut l├Ąuft sind wir ab Montag, 12.10. wieder in der Schule, genau rechtzeitig f├╝r meinen 21. Geburtstag. Es w├Ąr richtig cool, wenn ihr mit daf├╝r beten k├Ânntet, dass die Zahlen runtergehen und wir ganz normal Unterricht haben k├Ânnen und, dass es hier endlich mal regnet. Wir brauchen ganz ganz dringend Regen!

Letzten Sonntag hat es etwas au├čerhalb von Redding angefangen zu brennen und das Feuer ist ziemlich nah. Ich habe keine Angst, weil die Feuerwehrm├Ąnner echt super sind und alles geben, damit das Feuer nicht n├Ąher an die Stadt kommt. Au├čerdem m├╝sste schon halb Redding abbrennen, damit wir in Gefahr sind, weil wir sehr mittig wohnen. Trotzdem mussten manche Leute schon ihre H├Ąuser evakuieren und 4 Menschen sind bei dem Brand umgekommen. Die Feuerwehr leistet ihr hier echt viel. 39 Crews mit 1832 Feuerwehrm├Ąnnern sind daran das Feuer zu l├Âschen und es ist mittlerweile auch schon zu 57% gel├Âscht. Das ├Ąndert aber nichts daran, dass Kalifornien dringend Regen braucht. Die Walbrand Saison ist noch lange nicht vorbei und so kann es nicht weiter gehen. Ich bin jetzt schon genau einen Monat hier und bisher hatten wir glaube ich nur an 5 Tagen blauen Himmel und sonst war der Himmel komplett bedeckt mit Rauch und die Luftqualit├Ąt ist auch ziemlich schlecht.

https://www.fire.ca.gov/incidents/2020/9/27/zogg-fire/

Auch, wenn jetzt nicht alles so perfekt l├Ąuft wie erhofft, bin ich mir sicher, dass alles gut wird und wir auch in der Quarant├Ąne richtig krasse Begegnungen mit Gott haben werden, wir uns als WG noch besser kennenlernen k├Ânnen und mal Zeit haben alles, was wir bisher schon geh├Ârt und gelernt haben zu verarbeiten. Au├čerdem haben wir gestern drei neue B├╝cher bekommen, von denen wir zwei bis Ende Oktober lesen/bearbeiten m├╝ssen. Ich bin trotz all dem wirklich gl├╝cklich in Redding und bin fest davon ├╝berzeugt, dass es momentan keinen besseren Ort f├╝r mich gibt.

Bis bald ÔŁĄ´ŞĆ

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