Portrait
BSSM,  Travel

First Year: Time of growth, identity and freedom

Hallo Friends 🌾

Yes, ich lebe noch und bin schon wieder seit etwas mehr als 2 Monaten in Deutschland. So schnell kann es gehen. Ich hatte das GefĂŒhl, dass mein letzter Post erst ein paar Wochen her ist und dann musste ich feststellen, dass ich schon seit Januar nichts mehr geschrieben oder veröffentlicht habe. Ich hatte mir wirklich fest vorgenommen mehr zu schreiben aber gerade in den letzten 5-6 Monaten war so viel los, dass ich fĂŒr nichts Zeit hatte und hundert Prozent prĂ€sent sein wollte. Sogar fĂŒr mein Instagram konnte ich fĂŒr eine Weile keine Zeit & Motivation finden, was fĂŒr mich echt ungewöhnlich ist. Ich kann nicht fassen, dass ĂŒber die HĂ€lfte von 2021 schon wieder vorbei ist. Ich dachte eigentlich ich setze mich schon im Flugzeug an den Beitrag aber ich habe dann doch gemerkt, dass ich noch einen Moment brauche um alles zu verarbeiten und hier anzukommen, ich wollte ja schließlich nichts wichtiges vergessen. Blöderweise konnte ich mich dann als ich endlich angefangen hatte zu schreiben fĂŒr einen Moment nicht mehr in meinen Blog einloggen. Das hat das ganze jetzt auch noch etwas rausgezögert aber zum GlĂŒck konnte mir ein Freund meines Dad’s helfen und so kann ich jetzt endlich meinen Beitrag veröffentlichen. Und, obwohl ich echt viel Zeit zum processen hatte, ist es unwahrscheinlich, dass ich an alles denke aber ich gebe mein Bestes die wichtigsten Breakthroughs & Highlights mit euch zu teilen!

Ich weiß gar nicht genau wo ich anfangen soll, weil so viel passiert ist und ich aber versuche mich dieses Mal kĂŒrzer zu halten. Hier ist mal eine kurze Zusammenfassung der letzten 6 Monate. Ich hab sehr viel Zeit in der Schule und mit Freunden verbracht, wir hatten Schnee in Redding, ich war bei einigen WasserfĂ€llen in der Umgebung, habe den Ropes Course mit meiner RG gemacht, hatte einen wunderschönen Valentinstag mit meinen MĂ€dels, habe endlich wieder mal etwas Musik gemacht, hatte ein tolles Picknick mit meinem Haus, habe gelernt selbst Sushi zu machen, war bei einem Carnival in Redding, hab die letzten Hausaufgaben gemacht und BĂŒcher gelesen, war eine Nacht in San Francisco, hatte mein Interview fĂŒrs Second Year und wurde angenommen (YAAAAAYYY CAN’T WAIT!!), hab mir ein neues Tattoo stechen lassen, war bei meinem ersten Bethel Gottesdienst, war auf einem Ministry Trip in Modesto, wurde von Kris und Bill zum Ritter geschlagen (das klingt auf englisch deutlich besser 😂), hatte meine Graduation, habe fast jede Minute mit meinen MĂ€dels verbracht, war viel am See, musste mich von einigen Menschen verabschieden, bin zurĂŒck geflogen, habe seitdem die meiste Zeit mit Familie & Freunden verbracht und habe direkt Gottes krasse Gunst gespĂŒrt als ich nach einer Woche einen tollen Job gefunden habe ohne ĂŒberhaupt eine schriftliche Bewerbung abgeben zu mĂŒssen und mir mein Flug wieder bezahlt wurde. Ganz unten findet ihr ein Video, das die zweite HĂ€lfte meines First Years auch nochmal ganz schön zusammenfasst.

Den grĂ¶ĂŸten Teil der Zeit habe ich tatsĂ€chlich in der Schule verbracht. Seit Mitte Februar waren wir wieder jeden Tag im Civic Auditorium und hatten unsere Sessions dort. Ich bin so froh, dass wir zumindest ein paar Monate normal Schule haben konnten, weil es schon etwas völlig anderes ist. Besonders die Worship Sessions waren soo anders im Civic. Ich hatte echt eine richtig tolle Zeit in der Schule und bin an manchen Tagen anstatt zu dem einen AMT, in das ich eingeschrieben war, zu 3 AMTs (Advanced Ministry Training) gegangen, weil ich so viel wie möglich mitnehmen wollte. Ich konnte gar nicht genug bekommen, das habe ich nach der Graduation aber auch etwas gemerkt, weil ich besonders nach der letzten Schulwoche super mĂŒde und erschöpft war. Es hat mir gut getan meine letzten Wochen in Redding noch etwas zu entspannen auch, wenn ich die Schule sehr vermisst habe. Ich hĂ€tte echt niemals gedacht, dass diese Worte mal aus meinem Mund kommen wĂŒrden aber es ist wahr, ICH VERMISSE DIE SCHULE echt! Das zeigt mir nur nochmal deutlicher, dass das gerade genau der richtige Ort fĂŒr mich ist und Gott genau wusste was er tut, als er mich zu BSSM geschickt hat!

Die ganzen 9 Monate in Redding waren einfach nur ein Segen auch, wenn es echt anstrengend war. Jeder Tag ist wie eine Herz-OP, weil man stĂ€ndig mit super tiefen Themen konfrontiert wird und man ĂŒberall Bereiche findet, in denen man verletzt wurde oder Probleme hat, weil wir alle Menschen sind und mit anderen Menschen in Kontakt sind und niemand perfekt ist. Aber Gott möchte uns von jeglichem Schmerz, Ängsten, etc. befreien und das hab ich dieses Jahr so krass spĂŒren dĂŒrfen. Ich habe mich noch nie so frei und whole gefĂŒhlt wie momentan. Ich bin natĂŒrlich auch nicht perfekt, habe immer noch 1 Mio Probleme, Unsicherheiten und so weiter aber ich weiß jetzt, dass meine bisherigen Erfahrungen, Probleme und Unsicherheiten nicht meine IdentitĂ€t bestimmen. Meine IdentitĂ€t kommt von meinem Schöpfer & Gottes Zusagen/was Er ĂŒber mich sagt bestimmen meine IdentitĂ€t. Ich kann euch gar nicht sagen wie gut es tut die ganzen Labels, die ich die 21 Jahre gesammelt habe endlich wegzuwerfen. Jetzt hab ich nur noch ein Label und das ist “Child of God” und das geb ich nie wieder her.

Ich habe gemerkt, dass die meisten Unsicherheiten, die ich habe von falschen Mindsets kommen. Unsicherheiten zeigen mir dass ich in dem Bereich noch LĂŒgen ĂŒber mich oder Gott glaube. Kris sagt immer “we have to potty train our minds” Wir mĂŒssen lernen unseren Verstand zu kontrollieren und dĂŒrfen ihn nicht uns kontrollieren lassen. Unser Verstand ist wie ein Hund, der, wenn man ihn nicht richtig trainiert ĂŒberall hinkackt und dann hat man die Sauerei. Viele Menschen verstehen nicht, dass je mehr man einen Gedanken denkt, desto schneller und leichter geht unser Verstand zurĂŒck zu dem gleichen Gedanken. Kris erklĂ€rt immer, dass die Nervenbahnen, die man ganz oft benutz wie Autobahnen sind mit super vielen Spuren und man fĂŒr neue Nervenbahnen wie einen neuen Pfad trampeln muss. Es ist deutlich leichter die Autobahn zu nehmen aber es lohnt sich neue Wege zu trampeln. Hier sind einige Wahrheiten, die mir geholfen haben Freiheit in einigen Bereichen zu bekommen:

  • Meine Erfahrungen, Probleme und Unsicherheiten definieren mich nicht, Gott und was Er ĂŒber mich sagt und Seine Zusagen bestimmen meine IdentitĂ€t.
  • Es gibt immer Hoffnung in jeder Situation, weil Hoffnung der Glaube in eine bessere Zukunft ist. Angst ist nur die Vorstellung einer Zukunft ohne Gott aber Gott ist immer da und immer gut und deshalb ist keine Situation hoffnungslos und ich brauche keine Angst zu haben.
  • Ich bin geliebt, ich bin wĂŒrdig, ich bin powerful, ich bin gesehen, ich bin auserwĂ€hlt und ich habe eine Bestimmung. Gott hat mich einzigartig und wunderbar gemacht und obwohl Er mich besser kennt als ich mich selbst kenne, mit all meinen Fehlern und Problemen, nennt Er mich Seine Tochter und sagt ich bin wunderschön.
  • Licht ist immer stĂ€rker als Dunkelheit, selbst ein ganz kleines Licht vertreibt Dunkelheit, weil Dunkelheit nur die Abwesenheit von Licht ist.
  • Probleme sind eigentlich nur Möglichkeiten fĂŒr Gott zu zeigen wie gut und mĂ€chtig Er ist. Es gibt nichts was fĂŒr Gott zu groß oder kompliziert ist also wieso sollte ich meine Zeit damit verschwenden mir Sorgen ĂŒber etwas zu machen, ĂŒber das sich Gott keine Sorgen macht? Er ist auf meiner Seite, Er ist immer gut, will immer das Beste fĂŒr mich, hat immer einen Plan und es ist nichts unmöglich fĂŒr Ihn.
  • Meine Freude kommt von Gott allein und niemand kann sie mir weg nehmen, weil sie nicht abhĂ€ngig von anderen Menschen ist.
  • Mein Geist ist immer verbunden mit dem Heiligen Geist, ich habe immer Zugang auch, wenn es sich manchmal nicht so anfĂŒhlt und mein Geist hat AutoritĂ€t ĂŒber meinen Verstand und meine Emotionen. Ich muss mich nicht von Emotionen und Verstand leiten lassen. Obwohl sie ein Geschenk und tolle Diener sind, sind sie nicht die besten Master, aber mein Geist ist ein toller Master.
  • Meine Gebete sind powerful und effektiv. Gott hört mir immer zu und meine Gebete können etwas verĂ€ndern. Beten bringt immer etwas.
  • UnterschĂ€tze nicht die Kraft von Wahrheit. Scham hĂ€lt in Ketten gefangen aber die Wahrheit macht frei.
  • Gott ist Jehova Jireh, mein Versorger, und ich kann Ihm meine BedĂŒrfnisse vollkommen anvertrauen. Er weiß genau was ich brauche und sorgt fĂŒr mich also muss ich mir keine Sorgen machen, dass ich jemals von irgendetwas nicht genug haben werde, weil Er mein Versorger ist und meine BedĂŒrfnisse kennt bevor ich auch nur meinen Mund öffne.
  • Ich bin nicht meine Versuchung. Jeder Mensch hat Dinge, die einen verlocken, auch Jesus wurde andauernd versucht und nur, weil ich versucht werde heißt es nicht, dass die Versuchung Teil von mir ist. Ich habe die Macht ĂŒber meine Versuchungen und ich muss mich nicht dafĂŒr schĂ€men.
  • Versagen hindert mich nicht daran Gottes Liebe zu empfangen. Seine Liebe ist nicht abhĂ€ngig von meiner Performance. Ich kann sie mir nicht verdienen und kann nichts tun was Ihn davon abhalten wĂŒrde mich zu lieben. Er hat uns zuerst geliebt und alles was wir tun mĂŒssen ist Seine Liebe zu akzeptieren. Seine Liebe ist anders als jede Liebe, die Menschen geben können, sie ist wirklich bedingungslos und immer fĂŒr jeden zugĂ€nglich.

Das sind jetzt nur mal ein paar Beispiele. Ich könnte noch viel mehr schreiben aber ich möchte euch ja auch nicht damit erschlagen. Wie man an den Punkten vielleicht schon merkt hatte ich ziemlich viel mit Angst und Unsicherheit zu kĂ€mpfen. Ich habe mir immer viel zu viele Sorgen gemacht und mir hat das Vertrauen in Gott und mich selbst an viele Punkten gefehlt, was wie bereits erwĂ€hnt zum grĂ¶ĂŸten Teil an LĂŒgen hing, die ich ĂŒber Gott und mich selbst geglaubt habe. Da hat es mir nicht nur sehr geholfen diese Wahrheiten zu lesen und auszusprechen sondern ich habe mich immer wieder an die Dinge erinnert, die Gott schon fĂŒr mich gemacht hat. All meine Zeugnisse. Damit steigt dann nicht nur meine Dankbarkeit sondern auch mein Vertrauen und eine neue Hoffnung, weil ich weiß, dass jedes Zeugnis wie eine Prophetie ist. Was Gott einmal gemacht hat kann er immer wieder tun und nicht nur fĂŒr mich sondern auch fĂŒr jeden anderen, deshalb ist es so cool, wenn man Zeugnisse teilt.

Wenn ich darĂŒber nachdenke wer ich war als ich im Flugzeug nach Kalifornien saß und wer ich jetzt bin, kann ich gar nicht anders als vor Freude zu weinen. Ich dachte ich gehe zu BSSM um mehr zu lernen und besonders in meinem Wissen zu wachsen und das habe ich definitiv auch aber Bethel hat meine Erwartungen zu 1 Mio Prozent ĂŒbertroffen. Ich kann so eine große VerĂ€nderung spĂŒren und das wirklich in jedem Bereich meines Lebens! Auch, wenn es super viel Arbeit war mich die 9 Monate darauf einzulassen alte Wunden wieder aufzureißen und von Gott richtig heilen zu lassen und fĂŒr Freiheit und Wholeness zu kĂ€mpfen war es das zu hundert Prozent wert! Ich fĂŒhle mich wirklich wie ein neuer Mensch. Jahrelang hab ich nach mir selbst gesucht und mich nie so richtig gefunden. Wer hĂ€tte gedacht, dass ich mich selbst finde, wenn ich aufhöre mich selbst zu suchen und stattdessen Gott suche und mich Ihm völlig hingebe? Alles wird so viel klarer, wenn man seinen Fokus weg von sich selbst und ganz auch Gott richtet. Es ist ja völlig logisch, dass ich, wenn ich in mir nach meiner Bestimmung und IdentitĂ€t suche und dabei Gott völlig außen vor lasse Angst bekomme, mir Sorgen mache und unsicher bin, weil mich das total unter Druck setzt Antworten auf Fragen zu finden, die ich eigentlich ohne Gott gar nicht beantworten kann. Und ganz ehrlich ohne zu wissen, dass ich einen guten Gott habe, der immer da ist und fĂŒr den nichts unmöglich ist wĂŒrde ich in unserer Welt mit Covid, Umweltkatastrophen, Armut, Rassismus und was es sonst noch so fĂŒr schreckliche Dinge gibt nicht gerne leben, weil ich dann wahrscheinlich nur noch in Angst oder in GleichgĂŒltigkeit leben wĂŒrde. Deshalb bin ich Gott einfach schon fĂŒr Seine Existenz und GĂŒte so dankbar.

Und Seine GĂŒte konnte ich das letzte Jahr mehr denn je spĂŒren. Ich kann immer noch nicht fassen, dass ich wĂ€hrend einer globalen Pandemie wahrscheinlich das beste Jahr meines Lebens hatte, dass ich das erste Visumsinterview nach Wiederöffnung der Amerikanischen Botschaft in Frankfurt bekommen habe, dass ich mir obwohl ich nur ein paar Monate arbeiten konnte keine Sorgen um Geld machen musste, weil Gott mir so tolle Menschen geschickt hat, die mir meinen Flug & Tuition bezahlt haben und mich einmalig oder monatlich unterstĂŒtzt haben. Ich kann mich gar nicht genug bedanken fĂŒr jeden, der diese 9 Monate in mich investiert hat, nicht nur mit Geld sondern auch mit Gebet!!, seid euch bewusst, dass ich dieses lebensverĂ€ndernde und wunderschöne Jahr ohne eure UnterstĂŒtzung nicht hĂ€tte machen können. Ich kann nicht mehr sagen als DANKE DANKE DANKE!!! Außerdem hatte ich die beste RG, Small Group und Third Year, durfte einen coolen Ministry Trip mitmachen und nach Miami fliegen, durfte meine Girls kennenlernen und konnte nur in kurzer Zeit so eine deepe, tolle und besondere Connection aufbauen, hatte mehr Begegnungen mit Gott als ich mir jemals hĂ€tte ertrĂ€umen können, weiß jetzt endlich wer ich bin, bin freier und zur gleichen Zeit abhĂ€ngiger von Gott als je zuvor und habe mehr Freude, Frieden und Vertrauen als die letzten 10 Jahre.

Ich könnte bestimmt nochmal doppelt so viel schreiben, weil Gottes Favor auf meinem Leben so so krass war letztes Jahr und das coole ist, dass es genauso weitergeht. Mir wurde wie gesagt schon wieder mein Flug bezahlt, genau als ich angekommen bin wurde eine neue Kirche in Gießen gestartet, in die ich jetzt gehe und ich hab direkt einen coolen Job bekommen ohne mich ĂŒberhaupt schriftlich bewerben zu mĂŒssen. Schon wieder so so viel Segen und Gunst, ich liebe wie treu Gott ist und, dass Er mir immer wieder zeigt, dass ich Ihm zu 100% vertrauen kann und Er mich wirklich in Redding haben möchte. Das mit dem Flug war auch schon wieder totales God Timing. Ich wollte unbedingt meinen Flug buchen, weil die ja wenn man lĂ€nger wartet auch nicht unbedingt billiger werden, wusste aber nicht wie ich ihn bezahlen soll und nur 1-2 Tage spĂ€ter treffe ich das Ehepaar, mit dem wir uns die letzten Jahre zur Hauskirche getroffen haben und, die ein Grund sind warum ich ĂŒberhaupt auf die Idee kam zu Bethel zu gehen. Kurz nach unserem GesprĂ€ch, was echt nicht lang war, schreiben sie mir sie möchten mir wieder meinen Flug bezahlen. WAS EIN SEGEN!!!!!!

Also habe ich jetzt schon mal meinen Flug und ich bin davon ĂŒberzeugt, dass auch meine Tuition kein Problem wird, weil Gott mir zugesagt hat, dass ich mir keine Sorgen um Geld machen muss. Ich merke, dass ich Gott wirklich so viel besser kennengelernt habe, dass ich Ihm wirklich vertraue, weil ich sonst jetzt schon langsam am ausflippen wĂ€re aber ich bin mir so sicher, dass alles klappen wird, dass ich echt entspannt bin, obwohl ich ein Wunder brauche um meine Tuition zu bezahlen. Allein fĂŒr meine Tuition, die ich bis zum 1. September bezahlt haben muss brauche ich noch $4500 und dann kommen noch Miete, Krankenversicherung und so weiter dazu. Falls du gerne in mich investieren möchtest lasse ich mal den Link, mit dem man direkt fĂŒr meine Tuition spenden kann, meine Kontodaten und mein PayPal hier. Ich wĂ€re euch auch super dankbar, wenn ihr mich im Gebet unterstĂŒtzt, momentan sind besonders wichtig, dass ich ein schönes, nicht zu teures Haus mit meinen MĂ€dels finde und natĂŒrlich die finanzielle Situation. Danke!! <3

Link:

https://my.bssm.net/donations/tuition_transactions/new?finance_target_id=525694&finance_target_type=StudentBinder

Kontodaten: IBAN DE27 5139 0000 0060 2260 16

BIC: VBMHDE5F

PayPal: toni.weiss@web.de

Jetzt möchte ich euch nochmal meine Highlights der letzten 6 Monate erzĂ€hlen. Wahrscheinlich mein allergrĂ¶ĂŸtes Highlight neben den unglaublichen Begegnungen und IntimitĂ€t mit Gott, die ich in den ganzen 9 Monaten aber insbesondere in der zweiten HĂ€lfte hatte waren meine MĂ€dels. Ich habe bestimmt in einem der anderen BeitrĂ€ge schon mal erwĂ€hnt was fĂŒr eine tolle Small Group ich bekommen habe und tatsĂ€chlich ist unsere Beziehung die letzten Monate nur noch tiefer und wunderschöner geworden. Diese MĂ€dels sind einfach nur ein Geschenk von Gott, ohne die ich viele von meinen DurchbrĂŒchen nicht gehabt hĂ€tte! Gott wusste genau, was ich brauche, nicht nur finanziell sondern auch in Beziehungen und ich konnte von Anfang an spĂŒren, dass diese Beziehungen etwas besonderes waren. Hannah zum Beispiel war die erste Person aus meiner Revival Group, mit der ich an unserem ersten Treffen geredet habe, dann kamen wir immer zur gleichen Zeit bei unseren Sessions an, haben die gleiche Mentorin bekommen, wurden in die gleiche Small Group gesteckt und am Ende gab es fast keinen Schultag in den ganzen 9 Monaten, an dem wir nicht nebeneinander saßen. Generell war Hannah eine der wenigen Personen, die ich von Anfang an fast jeden Tag gesehen habe. Sie hat auch richtig nah bei mir gewohnt und konnte mich ĂŒberall hin mitnehmen, was auch einfach nur ein Segen war, weil ich ja kein Auto hatte. Ich vermisse unsere GesprĂ€che im Auto!

Mit Hannah hatte ich so viele coole Offenbarungen einfach im GesprĂ€ch und wir konnten uns die ganze Zeit gegenseitig ermutigen und aufbauen. Als sie mir gesagt hat, dass sie zurĂŒck nach Georgia geht und nicht in Redding bleibt war ich wirklich heartbroken, weil ich weiß, dass 2nd Year ohne sie einfach nicht das gleiche sein wird. Auch, wenn ich weiß, dass Gott fĂŒr alles einen Plan hat und er mir nicht nur Hannah sondern auch noch meine anderen MĂ€dels, von denen ich euch auch gleich etwas erzĂ€hlen werde, zur Seite gestellt hat, werde ich sie sehr vermissen! Aber ich freue mich auch sehr fĂŒr sie, weil ich weiß, dass Gott etwas super cooles mit ihr vorhat und sie ein Segen fĂŒr die Menschen um sie herum sein wird uuuuuuuund als ich vor einem Monat mit ihr telefoniert habe hat sie mich gefragt, ob ich nicht meinen Flug umbuchen möchte und sie auf dem Hinweg in Georgia besuchen möchte. Erst dachte ich, dass es zu teuer ist, weil ich dann ja einen Flug mehr brauche aber Lufthansa hatte mir meinen einen Flug so oder so schon wieder gestrichen also dachte ich, ich schaue einfach mal was möglich ist. Vor 3 Wochen habe ich dann endlich neue FlĂŒge gebucht (Frankfurt-Atlanta, Atlanta-San Francisco, San Francisco-Frankfurt) und tatsĂ€chlich habe ich bessere FlĂŒge bekommen und musste eigentlich nicht mehr zahlen als das, was ich fĂŒr einen Rundflug Frankfurt – San Francisco bezahlt hĂ€tte. Und die langen FlĂŒge sind im Gegensatz zu meinem Rundflug sogar non-stop FlĂŒge mit Lufthansa und United! Auch wieder so ein Segen, dass ich jetzt im Prinzip ohne zusĂ€tzliche Kosten Hannah fĂŒr eine Woche in Atlanta besuchen kann bevor ich nach Redding fliege. 

Allie ist auch eine Person, die mich in den 9 Monaten wirklich geprĂ€gt, ermutigt und inspiriert hat. Sie kommt aus Australien und war meine Small Group Leiterin. Sie war von Anfang an ein echtes Vorbild fĂŒr mich und sie war die Person zu der ich gegangen bin, wenn es mir nicht so gut ging und ich eine richtig liebevolle Umarmung brauchte! 

Banquet mit Allie

Und last but definitely not least meine zwei Girls Christi und Nicole, mit denen ich besonders in meinen letzten 2 Monaten in Redding jede Sekunde verbracht habe. FĂŒr die beiden bin ich auch mehr als dankbar und auch dort konnte ich sehe wie es Gott war, der uns zusammengebracht hat. Wir waren zwar auch in einer Small Group waren aber nicht wie ich und Hannah von Anfang an so eng. Das erste Mal, dass wir wirklich nur zu dritt etwas gemacht haben war, weil Nicole und ich zur Prayer Night gehen wollten aber wir nicht wussten wie wir hinkommen sollen, weil Nicole’s Auto ein Problem hatte und Christi angeboten hat mit uns hinzugehen. Danach lagen wir noch 3 Stunden im Prayer House auf dem Boden und haben ĂŒber Gott und die Welt geredet. In dem Moment wussten wir alle, dass dies der Beginn einer besonderen Freundschaft war. Und das GefĂŒhl hat uns nicht getĂ€uscht. Die Wochen und Monate darauf waren wahrscheinlich die schönste Zeit, die ich in den ganzen 9 Monaten in Redding hatte. Gott wusste genau wie gut wir uns ergĂ€nzen, wie sehr wir uns alle gegenseitig brauchen und wie viel Spaß wir zusammen haben können! Und ohne den Schups von Gott wĂ€re diese Freundschaft glaube ich nie passiert!

Christi ist eine der witzigsten und hilfsbereitesten Menschen, die ich so kenne. Sie ist abenteuerlustig und eine total tolle Freundin, deren Beziehung und Geschichte mit Gott mich echt inspirieren. Ich habe vor allem wegen ihr und Hannah gelernt meinen BedĂŒrfnissen Raum zu geben und nicht immer nur zu denken, dass ich eine Belastung bin, wenn ich um Hilfe bitte, weil ich gemerkt habe, dass es ihnen auch Freude bereitet mir helfen zu können. Das gleiche gilt fĂŒr Nicole, jedes Mal wenn ich ihre Geschichte höre bin ich aufs Neue ĂŒberwĂ€ltigt von Gottes Liebe und Power! Nicole ist super darin Menschen zu lieben, so eine aufmerksame Frau, die einfach gerne gibt und Menschen zeigt wie wertvoll sie sind habe ich selten getroffen! Auch hier merke ich wie sehr ich auftanke, wenn ich mit ihr telefoniere. Es gibt wirklich wenige Menschen, bei denen ich mich so wohl, angenommen und geliebt fĂŒhle! Und ohne sie wĂ€re ich zum Beispiel im Prophetischen nicht so gewachsen, weil sie mich nicht nur die ganze Zeit ermutigt hat sondern auch ein super Vorbild fĂŒr mich war, weil ich einfach sehen konnte wie krass Menschen von prophetischen Worten berĂŒhrt und ermutigt wurden und wie sehr es einen auch selbst ermutigt. Ich kann echt gar nicht abwarten alle wieder zu sehen! 

Einerseits liebe ich es natĂŒrlich Freunde in so vielen LĂ€ndern zu haben aber es ist auch immer hart, weil ich nie nah bei allen sein kann und immer wieder TschĂŒss sagen muss und ich mag Verabschiedungen nicht besonders aber na ja, man kann ja nicht alles haben. Am liebsten wĂŒrde ich meine Familie auch direkt einpacken und mitnehmen, weil es mir vor dem Abschied auch schon wieder etwas graut. Vielleicht ist es ja dieses Jahr möglich, dass sie mich zumindest mal fĂŒr ein paar Wochen besuchen kommen. Aber zurĂŒck zu meinen Highlights der letzten Monate.

Eine Sache, vor der ich das ganze Jahr schon Respekt hatte war der Ropes Course (etwas wie ein Kletterwald, um Teambuilding zu fördern). Normalerweise macht man den mit seiner RG am Anfang des Schuljahres, zum Teambuilding. Wegen Corona ging das bei uns leider nicht, wir durften es dann aber etwas spĂ€ter noch machen. Ich war ehrlich gesagt nicht super happy darĂŒber, war ganz froh, dass ich es nicht machen musste. Am Ende war es auch tatsĂ€chlich so schrecklich wie ich es mir vorgestellt hatte. Der obere Course war schon sehr hoch und es hat mich sehr viel Überwindung und viele TrĂ€nen gekostet ĂŒberhaupt bis zu anderen Seite zu kommen, weil ich einfach Höhenangst habe. Mein Team war aber echt toll und zusammen haben wir es geschafft. Das schlimmste war fĂŒr mich, dass wir uns am Ende von ganz oben abseilen mussten, ich wĂ€re 10 mal lieber einfach schnell runtergesprungen. Das Positive war, dass als wir mit dem hohen Course fertig waren der kleine ein Klacks fĂŒr mich war.

Der zweite Teil bestand aus mehreren Spielen/Übungen auf dem Boden und da hatte ich deutlich mehr DurchbrĂŒche. Es ging die ganze Zeit um Vertrauen und Leiterschaft. Bei einer der Übungen wurden uns die Augen verbunden und wir wurden von einem Partner gefĂŒhrt, durften aber nicht reden. Das war anfangs echt eine Herausforderung fĂŒr mich, weil ich oft Schwierigkeiten habe Menschen wirklich zu vertrauen. Wenn mich eins meiner MĂ€dels gefĂŒhrt hĂ€tte wĂ€re es mir wahrscheinlich noch etwas leichter gefallen aber ich wurde von einem jungen Mann aus meiner RG gefĂŒhrt und irgendwie fĂ€llt es mir bei MĂ€nnern noch schwerer zu vertrauen, weil ich einfach schon ein paar schlechte Erfahrungen gemacht habe. Aber besser hĂ€tte es nicht sein können, die ganze Zeit hatte ich das GefĂŒhl, dass Jesus mich leitet und es war insgesamt eine sehr gute Erfahrung. Auch als ich an der Reihe war zu leiten ist es mir nicht super leicht gefallen, weil ich die ganze Zeit das GefĂŒhl hatte, dass ich nicht vorsichtig genug bin, ich einfach nicht gut genug leite und ganz viel Unsicherheit hoch kam. Das war auch sehr interessant zu sehen, weil es mir gezeigt hat, dass ich mich immer noch nicht als gute Leiterin sehe und mir selbst nicht genug zutraue. Das war richtig gut, weil ich dann wusste woran ich mit Gott noch arbeiten möchte. SpĂ€ter hatten wir dann noch eine super coole Zeit mit der RG, in der wir unsere Erfahrungen von dem Tag geteilt haben und wir einige Ängste ĂŒberwunden haben. Wir sind an dem Abend noch mehr als RG Familie zusammen gewachsen. Insgesamt ein sehr sehr anstrengender aber guter Tag! Einen Ropes Course macht man in in jedem Jahr, ich bin jetzt schon gespannt wie es nĂ€chstes Mal wird.

Ropes course

Ein weiteres Highlight waren auch die Prayer Nights, wie man vielleicht in meinem letzten Post schon etwas heraushören konnte. Die haben mich total umgehauen und die Phase, in der ich fĂŒr 1,5 Monate wirklich jeden Abend in dem Zelt mit anderen Studenten gesungen, getanzt, gelacht, geweint und gebetet habe, war die krasseste Phase in den 9 Monaten, die mich am meisten berĂŒhrt, verĂ€ndert und geprĂ€gt hat und, in der sich meine Beziehung zu Gott am allermeisten verĂ€ndert hat und so viel persönlicher geworden ist. Es war auch eine Zeit, in der ich mehr Risiko eingegangen bin, fremden Menschen prophetische Worte weitergegeben habe, ein völlig neues Selbstbewusstsein bekommen habe und ganz viele Ängste ĂŒberwunden habe und losgeworden bin. Also insgesamt einfach eine sehr transformierende Zeit, die mich auf 2 weitere Highlights vorbereitet hat. Einmal unsere Online Missions Week und meinen Ministry Trip. 

Die Online Missions week war super cool, weil wir dort verschiedene Zoom Calls mit Familie, Freunden und Gemeinden aus der ganzen Welt hatten und praktisch umsetzten konnten was wir alles gelernt haben. Und wie immer hat uns Gott nicht im Stich gelassen, wir haben fĂŒr ganz viele Menschen gebetet und konnten sehr viele ermutigen, wir haben viele Heilungen gesehen, haben gesehen wie Gott Menschen durch prophetische Worte berĂŒhrt hat und vieles mehr. Es war zwar am Anfang etwas herausfordernd aber je lĂ€nger wir es gemacht haben, desto leichter wurde es fĂŒr mich wirklich zu sehen, was Gott gerade vorhat und dann mit ihm zu kooperieren. Das ganze war genauso ermutigend fĂŒr mich wie fĂŒr die Teilnehmer. So eine coole Idee, weil wir trotz Covid und ReisebeschrĂ€nkungen die Möglichkeit hatten Menschen von allen Kontinenten aus unseren eigenen Schlafzimmern zu erreichen. Normalerweise wĂ€ren wir nĂ€mlich auf eine richtige Missionsreise gegangen aber die wurde dieses Jahr wegen Covid gestrichen. Der zweite “Ersatz” fĂŒr unseren Mission Trip waren die Ministry Trips, bei denen man Leiter von Bethel innerhalb der USA begleitet und je nach Trip viel auf der Straße Evangelisiert, bei Veranstaltungen unterstĂŒtz und noch vieles mehr.

Normalerweise dĂŒrfen nur die Second und Third Years an Ministry Trips teilnehmen aber, weil unsere Leiter uns die Möglichkeit geben wollten auch das Gelernte nochmal praktisch anzuwenden, weil es darum am Ende ja geht, haben sie die Bewerbungen auch fĂŒr uns geöffnet. Es war nicht ganz leicht fĂŒr einen Trip angenommen zu werden, ich habe mich bei 3-4 beworben bis ich endlich bei einem angenommen wurde aber es war der perfekte Trip fĂŒr mich. Ich hatte den Trip schon direkt am Anfang gesehen, weil der Trip Leiter der Outreach Pastor bei Bethel ist und sich der Trip echt gut angehört hat aber was mich erst nicht so angesprochen hat war, dass er nur 4 Tage lang war und “nur” nach Modesto in Kalifornien ging also nur ca. 4 Stunden von Redding. Andere Trips gingen fast 2 Wochen und nach Florida oder Texas aber als ich dann fĂŒr Modesto angenommen wurde wusste ich, dass Gott mir das eigentlich schon von Anfang an gesagt hatte, ich mich nur von der LĂ€nge und den anderen Destinationen hatte blenden lassen. 

Wie auch immer, mein Trip war unglaublich cool. Wir haben bei den Tent Meetings von Mario Murillo geholfen und durften jeden Abend sehen wie hunderte von Menschen zu Jesus gefunden haben und geheilt wurden. Einer von meinen Lieblingsmomenten im Zelt war als eine Frau von MS geheilt wurde, sie konnte nur mit Gehhilfe laufen und als sie geheilt wurde ist sie vor Freude herumgesprungen und getanzt und war den Rest des Abends nur am Lachen. Ein anderer toller Moment war als eine Frau mit der Bitte zu mir kam, dass ich fĂŒr Heilung fĂŒr ihr Diabetes beten soll. Eine andere SchĂŒlerin und ich haben dann fĂŒr sie gebetet und ich hatte ein etwas interessantes Bild fĂŒr sie, bei dem ich mir erst gar nicht sicher war, ob ich es mit ihr teilen soll, weil ich es selbst nicht ganz verstanden habe. Also hab ich mich langsam herangetastet. Ich hatte sie gesehen, wie sie eine lange Nadel mit Herz hinten dran auf eine Zielscheibe wirft und voll ins Schwarze trifft. Ich hab sie dann erstmal gefragt, ob sie sich wegen ihrem Diabetes Insulin spritzen muss aber da meinte sie, dass sie Tabletten nimmt. Erst dachte ich mir dann, oh man dann ist es vielleicht doch nicht richtig, hab dann aber doch nochmal gefragt, ob sie sonst irgendetwas mit Nadeln oder Spritzen zu tun hat und am Ende hat sie mir erzĂ€hlt, dass sie momentan Leute mit der Covid Impfung impft und sie als Krankenschwester arbeitet. Und auf einmal hab ich das Bild verstanden. Auf einmal flossen die Worte nur so aus meinem Mund. Ich hatte ihr gerade mal gesagt, dass Gott sie sieht, dass Er ihren Schmerz sieht und, dass er unglaublich stolz auf sie ist da bricht sie auf einmal in TrĂ€nen aus und musste sich erstmal hinsetzten. Zu dem Zeitpunkt hatte ich ihr noch nicht einmal das ganze Bild erklĂ€rt. Ich habe dann noch eine ganze Weile dort mit ihr gesessen und habe fĂŒr sie gebetet und habe sie ermutigt. Das war ein krasses GefĂŒhl.

Sie war so berĂŒhrt und meinte am nĂ€chsten Tag als sie witzigerweise mit Nicole, die auch mit auf dem Trip war, geredet hat, dass am Abend vorher eine SchĂŒlerin fĂŒr sie gebet und ĂŒber sie prophezeit hĂ€tte und, dass das ihr Leben komplett verĂ€ndert hĂ€tte. Das war glaube ich die coolste Sache von dem ganzen Trip! Ich hatte noch ein paar andere coole Momente als ich auf der Straße evangelisiert habe und dort fĂŒr Menschen beten durfte und einfach Gottes Liebe mit anderen Menschen teilen durfte. Ich hĂ€tte vor dem Jahr oder auch vor dem Trip niemals gedacht, dass Evangelisation so leicht und natĂŒrlich sein kann. Ich dachte immer, dass es so ein großes Ding ist, dabei gibt es so viele coole Möglichkeiten einfach mit Leuten ins GesprĂ€ch zu kommen und fĂŒr sie zu beten! Ich mache das mittlerweile ganz natĂŒrlich im Alltag, weil ich einfach Gottes Liebe nicht fĂŒr mich behalten kann, weil ich genau weiß wie sehr er Seine Kinder liebt und, dass es sein Herz bricht, dass so viele Menschen Ihn gar nicht kennen. Ich möchte diese wunderschöne lebensverĂ€ndernde Liebe und GĂŒte niemandem vorenthalten. Ich nerve Menschen nicht damit, wenn sie nichts davon wissen möchten aber ich habe mir angewöhnt zumindest zu fragen, ob ich fĂŒr sie beten kann und ihnen zu sagen was Gott in ihnen sieht, wenn Er mir etwas Besonderes zeigt. Es war alles in allem ein sehr anstrengender und voller Trip mit wenigen Pausen aber all die coolen Momente und Erlebnisse haben einen aufgetankt und der Trip war wahrscheinlich eine der coolsten Erfahrungen in dem ganzen Jahr! Ich kann kaum abwarten im zweiten Jahr auf noch mehr Trips zu fahren und noch öfter meine Komfortzone zu verlassen und Risiken einzugehen! 

Ein weiteres Highlight war auch unsere letzte Schulwoche. Es war sehr emotional und feierlich und ich habe jede Sekunde davon genossen! Die Woche hat mit einem Banquet mit meiner RG angefangen, bei dem wir ein ca. 5m langes Charcuterie Board hatten, uns Recognition Awards verliehen wurden und wir einfach nochmal eine schöne Zeit als Familie verbringen konnten. Dann hatten wir die Knighting Ceremony, bei der jeder Student von Bill & Kris zum Ritter geschlagen wurde. Das war ein wirklich wirklich besonderer Moment. Wir mussten uns in RGs anstellen und uns dann hinknien. Dann kamen Bill & Kris mit Schwertern, haben sie uns auf die Schultern gelegt und jeden einzelnen SchĂŒler angeschaut und gesegnet. Ich habe als erstes Bill angeschaut und habe mich so in seinen Augen verloren, weil sie einfach krass die Liebe und GĂŒte des Vaters ausgestrahlt haben, dass ich Kris so gut wie gar nicht angeschaut habe. Schon etwas schade aber der Moment mit Bill war echt wunderschön. Bill hat außerdem jedem ein Gebetstuch gegeben, das er mit Öl gesalbt hat. Danach musste ich mich erst einmal hinlegen, weil ich richtig spĂŒren konnte wie sie alles, was sie von Gott bekommen haben an uns weitergegeben haben um uns auszusenden.

Am Tag vor unserer Graduation hatten wir dann noch Impartation Day, an dem wir einen riesigen Reverse Fire Tunnel im Civic gemacht haben. Der Tunnel ging wirklich durch das ganze Haus und viele Leiter sind durch den Tunnel gelaufen, haben uns die HĂ€nde aufgelegt, fĂŒr uns gebetet und uns prophetische Worte gegeben. Wir standen da bestimmt 3 Stunden, was fĂŒr ein Tag! Das war vielleicht eine krasse Stimmung, es hat mich einige Male auch richtig umgehauen und die prophetischen Worte, die ich bekommen habe waren teilweise auch richtig richtig gut! Noch total fertig von dem Tag sind wir dann shoppen gegangen, weil am nĂ€chsten Tag unsere Graduation sein sollte und ich noch kein Kleid hatte. Christi, Nicole und ich waren noch bis 10pm unterwegs bis wir alles gefunden hatten. Ich hatte sogar wasserfeste Mascara gekauft, weil ich mir schon gedacht habe, dass ich an meinem letzten Tag ganz sicher weinen werde aber große Überraschung. Ich habe keine einzige TrĂ€ne vergossen. Wahrscheinlich, weil ich es in dem Moment noch nicht so ganz realisiert habe und es einfach eine schöne Feier war. Danach war ich noch mit ein paar Leuten von meiner RG in einem Restaurant, bin dann noch auf zwei Parties und war zum krönenden Abschluss mit Christi einen Cocktail trinken. Was ein Tag. Schön aber auch etwas stressig und surreal. Ich kann immer noch nicht richtig fassen, dass ich nicht ein kleines TrĂ€nchen geweint habe, weil ich ja sonst wirklich so gut wie jeden Tag geweint habe (meistens nicht, weil ich traurig war sondern, weil ich einfach so berĂŒhrt und ĂŒberwĂ€ltigt von Gottes Liebe und GĂŒte war). Wie auch immer die letzte Woche war so ereignisreich, dass ich mich die Tage danach erstmal ausruhen musste. 

Ihr könnt in dem Video ganz unten sehen, wie mir mein Certificate von den Leitern ĂŒberreicht wurde, wenn ihr euch gerne die ganze Graduation oder nur Kris’s Predigt oder den Worship anschauen möchtet ist hier der Stream:

Meine letzten Wochen in Redding habe ich dann wie bereits erwÀhnt vor allem mit Christi & Nicole verbracht. Wir waren viel am See, haben in der Sonne gebraten, haben selbst T-shirts gebatikt, haben Chipotle gegessen, haben gekocht, waren einkaufen und haben einfach sehr viele schöne GesprÀche gehabt. Ich kann es echt gar nicht mehr abwarten die beiden endlich wieder zu sehen und etwas Quality Time mit ihnen zu verbringen! Meine Girls! Wir waren auch mal einen Tag in Sacramento und haben uns einfach etwas die Stadt angeschaut und gut gegessen. Am Ende haben wir dann noch eine meinen future Roomie Ximena zum Flughafen gebracht und da hat es dann langsam angefangen, dass es ernst wurde. 

Ich musste dann nĂ€mlich auch schon anfangen zu packen und obwohl ich meinen Flug schon umgebucht hatte, ging mir das alles viel zu schnell. Ich war etwas geschockt als ich gemerkt habe wie viele Sachen ich gekauft und geschenkt bekommen habe. Netterweise hat mir ein Ehepaar aus meiner RG angeboten, dass ich meine Sachen bei ihnen in der Garage lassen kann und das habe ich dann auch. Ich hatte 2 Umzugskisten und 5 MĂŒllsĂ€cke voll mit Sachen, die ich dort gelassen habe und mein Fahrrad habe ich auch dort gelassen. Und trotzdem war mein Koffer sehr voll. Wie auch immer, die letzten 2 NĂ€chte haben Christi und ich bei Nicole geschlafen und abgesehen vom Packen und Putzen habe ich literally jede Sekunde mit den beiden verbracht bis zu meinem Flug, vielleicht ging mir deshalb auch alles etwas zu schnell, weil ich einfach nicht so viel Zeit hatte darĂŒber nachzudenken. Aber ich schĂ€tze, dass man es nie ganz begreift bevor man wirklich weg ist, egal wie viel man ĂŒber Abschiede nachdenkt. 

Bevor ich allerdings wirklich angefangen habe zu packen hatte ich noch ein Photoshoot mit einem Fotografen, der mich auf Instagram gefunden hatte und, den ich dann witzigerweise bei einem Event getroffen habe. Das war super cool, weil ich es toll fand etwas Erfahrung zu sammeln und ich kostenlos richtig coole, high quality Fotos bekommen habe und er auch froh war, dass jemand Lust hatte mit ihm zu shooten, weil es da in Redding anscheinend nicht super viele Leute gibt, die wirklich Lust darauf haben. Ich bin echt froh, dass ich ja gesagt habe, weil ich die Fotos wirklich liebe! Ich hoffe ich kann wenn ich zurĂŒck bin nochmal mit ihm shooten, das wĂ€r echt cool! Schaut euch gerne mal sein Instagram an: @christophermichaeleverettphoto

Von Hannah musste ich mich schon ein paar Tage vorher verabschieden, weil sie zu einer Hochzeit musste und auch dieser Abschied ging mir viel zu schnell und war fĂŒr mich total surreal. Generell waren meine letzten Tage in Redding eher stressig und so richtig realisiert, dass ich gehe habe ich erst im Flugzeug. Es gab auch wieder mal ein paar Komplikationen, weil ich einen negativen Covid-Test brauchte, der nicht Ă€lter als 48 Std sein durfte. Hier wĂ€re das gar kein Problem, weil einem die Antigen-Tests ja nur so hinterhergeworfen werden aber in Kalifornien war das etwas komplizierter oder zumindest kostspieliger. Ich musste am Ende 99 USD zahlen, um einen Antigen-Test zu bekommen, damit ich fliegen konnte und den habe ich dann noch schnell am morgen gemacht. Dann haben mich Christi & Nicole nach San Francisco gefahren und das war auch ein Stress, weil wir etwas zu spĂ€t los gekommen sind und der Verkehr um San Fran rum sehr nervig ist. Als es dann immer schlechter aussah, sind wir gerast wie verrĂŒckte und haben rechts und links ĂŒberholt, um irgendwie schneller voran zu kommen und am Ende kam ich tatsĂ€chlich nur ca. 5 Minuten bevor der Check-in geschlossen wurde am Flughafen an und alles hat super funktioniert. Ich hatte die ganze Zeit schon gebetet, dass sie meinen HandgepĂ€ckskoffer nicht wiegen, weil da meine ganzen BĂŒcher drin waren und er vieeeel zu schwer war. Als ich dann in der Schlange zum Check-in Counter stand habe ich gesehen, dass eine Frau immer das HandgepĂ€ck gewogen hat und ich habe einfach nur gebetet, dass ich nicht zu ihr komme. Es sah dann so aus als mĂŒsste ich doch zu ihr und plötzlich hat mich ein Mann zu sich an den Schalter gerufen und ich kam ohne Probleme damit durch.

Als ich dann am Gate saß hab ich nochmal mit Christi & Nicole gefacetimt, weil unsere Verabschiedung super schnell gehen musste und ich einfach nochmal mit ihnen reden musste. Sie saßen weinend im Auto auf einem Chick-Fil-A Parkplatz und ich saß heulend am Gate. Was ein trauriges Bild aber so ist das halt, wenn man Menschen, die man wirklich liebt tschĂŒss sagen muss. Ich hasse Verabschiedungen auch, wenn sie auch immer etwas positives haben, weil ich in dem Fall meine Familie endlich wieder sehen durfte aber wie gesagt Verabschiedungen sind einfach nicht meins aber trotzdem will ich immer wieder weg. Damit muss ich wohl einfach leben. Es ist ja auch nie fĂŒr immer. Als ich ins Flugzeug kam, immer noch am weinen, hat mich einer der Flugbegleiter gefragt was los ist und hat mir dann eine Schachtel Pralinen gegeben, richtig sĂŒĂŸ! 

ZurĂŒck in Deutschland hat meine Familie & Claudio’s Freundin mit Banner auf mich gewartet und ich war super happy alle mal wieder zu sehen und in den Arm nehmen zu können. Insgesamt bin ich echt froh, dass ich gerade hier sein darf. Ich liebe meine Familie so sehr und genieße die Zeit mit ihnen und meinen Freunden momentan einfach total! Außerdem mag ich auch meinen Job echt gerne, das einzige womit ich nicht so gut klar komme ist das Wetter
 Dieser Sommer ist echt ein Witz aber ich will mich ja nicht beschweren, in 2 Wochen hab ich ja schon wieder richtig gutes Wetter! Ich versuche meinen letzten Monat hier nochmal richtig gut auszunutzen, noch mehr Zeit mit Freunden & Familie zu verbringen, kreativ sein (zeichnen, Musik machen, Lieder schreiben,
), mich auf das nĂ€chste Jahr vorzubereiten und einfach ein Segen fĂŒr die Menschen um mich herum zu sein.

Das war jetzt mal eine “kurze” Zusammenfassung der zweiten HĂ€lfte meines First Years, ich hoffe ihr habt jetzt nochmal einen etwas besseren Einblick in meine Zeit, DurchbrĂŒche und Highlights in Redding bekommen. Ich bin dankbar fĂŒr jeden, der meine Reise verfolgt und Interesse daran hat, was ich bei BSSM so mache & lerne und in mich investiert, nicht nur finanziell sondern auch mit Zeit, Gebet & emotionaler UnterstĂŒtzung.

Ich melde ich dann wahrscheinlich erst wieder aus Redding bei euch. Bis dahin wĂŒnsch ich euch alles Gute und hoffe ihr könnt euren Sommer genießen. Bis bald <3

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