Mädchen auf Mosaik
BSSM

Nächstes Abenteuer – BSSM

Hallöchen 🌸

heute geht es mal wieder um ein etwas persönlicheres Thema. Ich möchte euch, wie der Titel schon sagt, gerne etwas mehr über mein nächstes Abenteuer – die Bethel School of Supernatural Ministry erzählen, wie ich dazu gekommen bin mich dort zu bewerben und, wie ihr mich dabei unterstützen könnt.

Ich fange mal damit an etwas zu erklären, was Bssm eigentlich ist. Die Bethel School of Supernatural Ministry ist eine Bibelschule in Redding, Kalifornien, in der jedes Jahr viele Studenten aus der ganzen Welt zusammenkommen, um ihre königliche Identität richtig auszuleben, die Werte des Königreichs zu lernen und in der Autorität und Kraft des Königs unterwegs zu sein.

Jetzt fragt ihr euch bestimmt wieso ich nicht einfach hier in Deutschland auf eine Bibelschule gehe oder Theologie studiere, wäre ja viel näher und günstiger. Bssm ist keine gewöhnliche Bibelschule, in der man nur viel Theorie lernt. Natürlich gehört das auch dazu, ich möchte unbedingt noch mehr über die Bibel lernen und freue mich schon mega auf die ganzen Vorträge von den Leitern, aber was für mich definitiv eine noch größere Rolle spielt ist das Praktische, das wirkliche Erleben von Gottes Gegenwart. Immerhin möchte ich nicht nur mein Wissen steigern, ich möchte vor allem eine noch viel stärkere persönliche Beziehung zu Gott und die bekomme ich nur durch die Praxis.

Bssm legt einen großen Fokus auf dieses praktische Training und die Erlebnisse, damit die Schüler nicht nur die Theorie verstehen sondern auch lernen diese im Alltag anzuwenden. Ich freue mich schon besonders darauf jeden Morgen mit allen zusammen erst mal Worship zu machen, weil ich mich da am besten fallen lassen kann, sofort in einen Dialog mit Gott komme und den Geist wirken lasse kann. Für mich gibt es wirklich nichts schöneres als meinem Vater mit Liedern zu sagen, wie unglaublich toll ich ihn finde, wie sehr ich ihn liebe und ihm zu danken für alles, was er für mich tut.

Außerdem habe ich ein richtig krasses Verlangen mehr zu wissen, Gott noch viel besser kennenzulernen und mich ausstatten zu lassen, um anderen Menschen von diesem wundervollen, gnädigen Vater zu erzählen, der sie über alles liebt. Ich habe ziemlich hohe Erwartungen an dieses Jahr und ich bin mir jetzt schon sicher, dass ich nicht enttäuscht sein werde.

Jetzt, wo ihr eine kleine Idee davon habt, was die Bethel School of Supernatural Ministry eigentlich ist, erzähle ich euch erstmal wie ich überhaupt darauf komme. Ich dachte mir eigentlich immer “Ach nein, ich bin nicht so basic wie alle anderen Christen. Ich werde nicht wie alle (natürlich sehr verallgemeinert) einen Freiwilligen Dienst in Afrika machen und werde auch ganz sicher nicht auf eine Bibelschule gehen.”

Tja, Gott hatte da wohl einen anderen Plan für mich. Was habe ich nach dem Abi gemacht? Ich habe einen Freiwilligen Dienst in Südafrika gemacht. Und, war das eine schlechte Entscheidung? Nein, das war tatsächlich eine der besten Entscheidungen überhaupt, weil ich so viel erlebt und gelernt habe und an diesen ganzen Erlebnissen, ob positiv oder negativ, wirklich gewachsen bin. Und auch jetzt bin ich mir sicher, dass Gott schon weiß, wieso er mich nach Redding schickt und ich zu hundert Prozent vertrauen kann, dass es das Richtige für mich ist.

Wie viele von euch wissen, bin ich in einer christlichen Familie aufgewachsen, bin so gut wie jeden Sonntag in die Kirche und habe dort auch ziemlich aktiv mitgearbeitet. Ich habe Jahre lang Kindergottesdienst gemacht, habe zwischendurch mal den Beamer bedient, habe dann für einige Jahre in einer der Worshibands gesungen und habe zusammen mit einer guten Freundin ein Pfadfinder Team geleitet.

Die Gemeinde war für mich eine Art zweites Zuhause und ich habe dort ziemlich viel Zeit verbracht. Zwischendurch hatte ich immer wieder meine rebellischen Phasen, in denen ich mit Gott eigentlich gar nichts zu tun haben wollte und ich alles hinterfragt habe aber diese Phasen sind glaube ich ganz normal, wenn man in einer christlichen Familie aufwächst, nichts anderes kennt und erstmal herausfinden muss, wer man ist und wie man über diese Dinge denkt.

Ich hatte aber auch Phasen, in denen ich eine super enge Beziehung zu Gott hatte und mein Glaube gewachsen ist. Ich habe aber Kirche und Alltag ziemlich klar getrennt, weil ich einfach zu unsicher war. Ich hatte Angst zu genau darüber nachzudenken, ob es Gott wirklich gibt/geben kann, weil ich nicht von meinem Glauben abkommen wollte, deshalb hab ich das Thema Glauben in meinem Alltag etwas gemieden. Meine Freunde wussten zwar, dass ich gläubig bin aber wir haben eigentlich nie darüber geredet.

Besonders in stressigen Phasen hab ich Gott fast vergessen und wurde nur Sonntags wieder daran erinnert. In meiner Abiphase war ich dann nicht mal regelmäßig im Gottesdienst und habe meine Freunde definitiv über meinen Glauben gestellt. Es war mir wichtiger meine letzten Monate noch mit meinen Freunden Party zu machen als meine Beziehung zu Gott auszubauen/ zu pflegen.

In Südafrika war ich dann auch nur ganz unregelmäßig in der Kirche, weil wir oft Wochenendtrips gemacht haben und Kirche einfach nicht meine Priorität war. Außerdem haben mich die Predigten in der Fathers House Church so gut wie gar nicht weitergebracht, die Musik war aber toll. Meine Mitbewohner haben mich natürlich auch ziemlich beeinflusst, deshalb hab ich gar nicht so viel über Gott nachgedacht sondern war eher auf einem Hippie Trip und habe über Themen wie die Umwelt, Leid, Frieden, Freiheit, Feminismus und Liebe nachgedacht.

Keine Frage, die Themen sind auch alle total interessant und haben mein Denken echt auch etwas verändert aber den wichtigsten Aspekt habe ich dabei leider vergessen und das ist Gott und seine Liebe zu uns, die es uns erst möglich macht andere Menschen zu lieben und zu schätzen.

Obwohl ich wie gesagt meine Prioritäten in dem Jahr etwas anders gesetzt habe als jetzte, hatte ich immer wieder mal den Drang in die Kirche zu gehen, Worship zu machen und zu hören aber das hielt nie lange an. Das Jahr war insgesamt ein ziemlich verrücktes, wildes Jahr für mich mit vielen Erlebnissen, viel Neugier, Freiheit, viel Spaß, Freude und ganz vielen Parties und mein Lifestyle hat mich eigentlich immer weiter von Gott entfernt.

Tanzen Club Cape Town

Als meine Mom dann zu Besuch war, war ich ziemlich verschlossen und sogar etwas genervt, wenn sie mit irgendwelchen christlichen Themen angefangen hat, bis sie mich überredet hat mit ihr in die Hillsong Church in Kapstadt zu gehen. Die Stimmung war richtig krass, die Sänger sind auf der Bühne rumgesrpungen und ich war schon beim Worshipteil total berührt.

Dann hat Lisa Harper von ihrem Leben erzählt, von den vielen Schwierigkeiten bei der Adoption ihrer kleinen Tochter und vielem mehr. Es war gar nicht unbedingt was sie gesagt hat, es war mehr wie viel Vertrauen und Wissen sie hat, was mich so berührt hat. Sie hat direkt in mein Herz gesprochen und mich total inspiriert. Auf einmal wurde mir klar “Wow, das will ich auch!”

Ich wollte auch so einen sicheren Glauben und so Bibelfest sein wie sie. Danach habe ich tatsächlich immer wieder Predigten gehört und auch deutlich mehr Worship gehört und gemacht aber damit hat sich mein Lifestyle trotzdem nicht geändert. Kurz darauf wurde in unser Haus eingebrochen, das war ziemlich krass für alle von uns und erst war ich völlig fertig, habe viel geweint und wollte am liebsten nur im Bett liegen und mein Handy zurückhaben.

Als ich diese Phasen überstanden hatte sind Anne und ich fast jeden Abend tanzen gegangen, um uns abzulenken und einfach alles raus zu tanzen. Es ist bestimmt nicht die gesündeste Methode, um mit einem Trauma umzugehen aber für uns hat es funktioniert. Wir konnten so unsere letzten Monate trotz Trauma noch richtig genießen. Durch die ganzen Parties hab ich aber fast gar keine Zeit mehr für Gott gefunden und habe mich, ohne, dass ich es gemerkt habe, wieder von Gott entfernt.

Ein paar Monate später, nach einer ziemlich krassen Party in Kapsatdt kam ich den ganzen Tag nicht aus dem Bett und mir wurde klar, dass ich etwas an meinem Lifestyle ändern muss. Ich bin abends dann noch allein in die Hillsong Church geubert, für ca. 10 Euro hin und nochmal 10 Euro zurück, aber das war es wert. Der Gottesdienst hat echt gut getan und ich habe erneut dieses Verlangen nach mehr gespürt. Gott hat in den beiden Gottesdiensten in Kapstadt ganz deutlich zu mir gesprochen und mir gezeigt, was wirklich wichtig ist.

Hillsong Cape Town
Hillsong Cape Town

Zurück in Port Elizabeth musste ich dann langsam überlegen, was ich nach Südafrika eigentlich machen möchte und noch beeinflusst von dem Verlangen, das ich Cape Town gespürt habe, habe ich auch nach Bibelschule in Deutschland geschaut, habe den Gedanken dann aber wieder verworfen, weil ich nichts gefunden habe, das mich wirklich angesprochen hat. Ich liebe es Worship zu machen und glaube auch, dass ich da eine Berufung habe, deshalb wollte ich unbedingt an eine Bibelschule, die mich da weiterbringen kann.

Es gab zwar schon ein paar wie das Momentum College, von dem eine Freundin, die gerade dort ist, auch schon viel Gutes erzählt hat aber mir wurde dann ganz schnell bewusst, dass ich eigentlich lieber in ein englischsprachiges Land möchte, weil für mich deutsche Worshiplieder leider einfach nicht den gleichen Effekt haben wie Englische. Bei englischen Lieder kann ich mich viel mehr fallen lassen und kann es auch einfach viel mehr fühlen, das habe ich in Südafrika ganz deutlich gemerkt. Es war so toll endlich mal nur englische Lieder zu singen, hat mir richtig gut getan.

Ich habe mich also für den Studiengang Kunst, Musik und Medien in Marburg eingeschrieben. Ich finde die Kombi total interessant und meine beste Freundin wollte das auch studieren, deshalb hat es irgendwie einfach gepasst.

Während ich noch in Südafrika war, ist meine Famile aus unserer alten Gemeinde ausgetreten und hat angefangen sich Sonntags mit einer anderen Familie zum Gottesdienst zu treffen. Als ich dann zurück kam, habe ich natürlich auch interessiert an den Gottesdiensten teilgenommen und habe echt einiges gelernt aber so richtig Priorität war es immer noch nicht.

Anfang Oktober ging dann auch die Uni los und ich war richtig motiviert, die Erstiwoche war richtig witzg und ich habe ein paar echt coole Leute kennengelernt. Alles schien perfekt, ich bin in alle Seminare/Vorlesungen gekommen, in die ich gerne wollte und mein Stundenplan war auch der Hammer. Außerdem hatte ich viele Kurse mit meiner besten Freundin zusammen und habe mich total darüber gefreut mit ihr zusammen zu studieren.

Ich habe meine Vorlesungen so gelegt, dass ich nur Dienstag bis Donnerstag nach Marburg pendeln musste. Das kam mir auch in der ersten Vorlesungswoche schon gelegen, weil ich an dem Montag Geburtstag hatte. An dem Tag hatte ich noch keine Ahnung, was auf mich zukommt. Wir haben vegane Waffeln gemacht und ich habe mich mega gefreut endlich mal wieder meine ganze Familie zu sehen.

Leider war der Tag nicht ganz so wie ich mir das vorgestellt hatte. Schon morgens ging es mir gar nicht gut, ich hatte ziemlich starke Blutungen und hatte echt Kreislaufprobleme, das hat sich auch den ganzen Tag nicht geändert. Als dann endlich alle Gäste da waren, hat meine Oma einen anrufen bekommen, dass meine Uroma gerade gestorben ist. Es war keine große Überraschung, weil es ihr wirklich nicht gut ging und sie nicht mal mehr Flüssigkeiten zu sich genommen hat aber die Stimmung war deshalb natürlich trotzdem im Keller.

Danach ging es eigentlch nur noch bergab. Die Blutungen wurden eher noch stärker und ich musste schon nach der ersten Vorlesungswoche zuhause bleiben, weil ich alle 30 Minuten auf die Toilette rennen musste. Außerdem wurden meine Kreislaufprobleme noch viel stärker. Das war wirklich eine schreckliche Phase, in der ich auch viel Angst hatte. Und das zu Recht, ich habe so viel Blut verloren, dass mein Hämoglobinwert, der normalerweise bei 12-14 liegen sollte auf 5,2 gefallen ist.

Mir ging es im Laufe der Woche immer schlechter, ich konnte kaum noch Treppen laufen und bin jedes Mal, wenn ich aufgestanden bin fast umgebkippt. Zweimal bin ich tatsächlich einfach umgefallen und das ist mir vorher noch nie passiert. An dem Samstag habe ich abends noch auf einem Worshipabend gesungen, weil ich mir das nicht nehmen lassen wollte und tatsächlich habe ich mich beim Singen und Anbeten besser gefühlt als die ganze Woche, obwohl ich zwischendurch immer wieder auf die Toilette rennen musste.

Trotzdem hat mir die ganze Situation echt Sorgen bereitet und ich habe meine ehemalige Teamleiterin bei den Pfadfindern angeschrieben, weil sie Ärztin ist und ich einfach nicht wusste, was ich machen soll. Sie meinte ich soll so schnell wie möglich meine Blutwerte bei meinem Hausazt checken lassen. Also bin ich Montag morgen direkt dort hin. Meine Hausärztin hat mich direkt noch abends, als sie meine Blutwerte bekommen hat, angerufen und hat mir gesagt ich soll sofort ins Krankenhaus fahren und Bluttransfusionen bekommen.

An diesem Wochenende lag ich wirklich nur noch auf dem Sofa und selbst da konnte ich mein Herz pochen hören. Ich hatte echt Angst, weil ich so unglaublich schlapp war und die Blutungen einfach nicht aufhören wollten. Trotzdem war mir nicht bewusst wie kritisch mein Zustand eigentlich war. Im Krankenhaus lag ich dann auf der Liege und hab noch gefragt, ob ich denn über Nacht bleiben muss, da hat mir die Ärztin nochmal erklärt, dass ich Glück habe, dass ich so jung und gesund bin, sonst hätte ich das wahrscheinlich nicht überlegt, weil meine Werte so kritisch waren. Ich hätte nachts einfach verbluten können ohne, dass es jemand gemerkt hätte und meine Organe hätten auch großen Schaden tragen können aber Gott hat mich da echt bewahrt.

Im Krankenhaus musste ich ziemlich lange warten bis sie endlich das richtige Blut für mich gefunden haben. Ich hab nämich die Blutgruppe 0 negativ, was eine ziemlich seltene Blutgruppe ist und ich kann auch nur Blut von Menschen mit 0 negativ bekommen. Ich musste bis um 4 Uhr morgens warten, bis ich endlich ins Bett durfte. In der Nacht hab ich nicht viel geschlafen, weil ich Angst hatte, dass ich das Blut nicht richtig vertrage oder so aber irgendwann hab ich dann doch noch die Augen zu bekommen.

Die nächsten Tage im Krankenhaus waren langweilig, obwohl ich echt viel Besuch und viele Snacks hatte und mich auch etwas mit den Schwestern angefreundet hab. Außerdem ging es mir langsam besser, die Blutungen hatten allerdings immer noch nicht aufgehört. Ich habe dann darum gebeten am Freitag entlassen zu werden, weil ich unbedingt auf die Beerdigung meiner Uroma gehen wollte und tatsächlich haben sie mich gehen lassen. Schon als ich zuhause ankam wurden die Blutungen wieder viel schlimmer. Ich bin trotzdem zur Beerdigung gegangen war aber emotiona echt am Ende.

Beim Kaffeetrinken hab ich dann einen kleinen emotionalen Zusammenbruch gehabt, ich konnte und wollte einfach nicht mehr. Am nächsten Tag sollte meine Zeitreise Geburtstagsparty stattfinden, auf die ich mich schon riesig gefreut hatte, weil meine Freunde aus Südafrika kommen wollten und ich auch alle Freunde, die ich noch nicht wieder gesehen hatte seit ich aus Südafrika zurück war, endlich mal wieder sehen wollte.

Im Krankenhaus dachte ich noch, dass das schon okay wäre, wenn ich einfach nichts trinke und mich nicht so viel bewege aber dann musste ich sie doch so kurz vorher noch absagen. Ich bin noch Freitagabend zurück ins Krankenhaus gefahren und wurde untersucht. Ich hatte wieder einiges an Blut verloren, die Ärztin miente aber, dass das von der Bewegung komme und ganz normal sei und ich gerne noch mal eine Nacht im Kh bleiben aber auch wieder nach Hause gehen kann, weil sie eh nicht mehr viel machen würden. Also wurde ich mit einem Hb-wert von 6,4 wieder nach Hause geschickt.

Ich habe noch wochenlang mit den Blutungen gekämpft und bin von Arzt zu Arzt gerannt, um Eiseninfusionen zu bekommen und, um herauszufinden was die Urasche war. Am Ende hat mir jeder nur gesagt, dass es wahrscheinlich hormonell bedingt war. Ich war sogar beim Tropenarzt in Marburg, um sicher zu gehen, dass ich mir nicht irgendeinen Parasit eingefangen habe aber mir war eigentlich von Anfang an klar, dass da nichts raus kommen wird.

Mir wurden Pillen verschrieben, die ich gar nicht vertragen habe, die die Blutungen stoppen sollte, das hat aber alles nicht funktioniert, deshalb hat mich meine Frauenärztin dann ins Krankenhaus in Wetzlar geschickt. Dort wurde eine Ausschabung gemacht und von dem Tag an haben die Blutungen so gut wie aufgehört. Es hat noch Monate gedauert, bis mein Hb-wert wieder einigermaßen normal war und ich wieder ganz normal Treppen hoch gehen konnte ohne halb umzukippen und total außer Puste zu sein.

Mädchen im Krankenhaus

Das war eine wirklich krasse Zeit für mich und meine Familie, in der ich Gott aber immer wieder krass gespürt habe. Viele Menschen haben für mich gebetet und ich hatte zwar schon immer wieder Angst aber ich habe gemerkt, dass Gott bei mir ist und er mir durch diese schwierige Phase trägt. Ich habe trotz allem immer wieder auf Bühnen gestanden und Worship gemacht und das hat mir auch total die Augen geöffnet und mir Kraft gegeben. Das waren wirklich die einzigen Momente, in denen ich mich gut gefühlt habe.

Mädchen beim SIngen

Jetzt fragt ihr euch bestimmt warum ich euch das alles erzähle. Ich erzähle euch diese sehr persönliche Geschichte, weil ich glaube, dass Gott genau solche Situationen, in denen wir wirklich am Boden sind nutzt, um zu uns zu sprechen und uns näher zu sich zu ziehen. Ich hatte in dieser Phase viel Zeit, um darüber nachzudenken, was eigentlich meine Ziele sind. Dabei wurde mir kalr, dass das Wichtigste, das einzig wirklich Relevante Jesus ist und ich so viele Menschen wie möglich zu ihm bringen möchte, damit sie gerettet werden und seine Liebe genauso spüren können wie ich.

An einem Abend kamen Yeos, das Ehepaar, mit dem wir uns Sonntags treffen, zu mir und haben für ich gebetet. Sie haben gehört, dass diese Zeit eine Zeit der Stärkung für mich sein sollte und das war sie tatsächlich. Innerlich und äußerlich. Es war ein ziemlich intensiver Abend, an dem Gott ziemlich klar zu mir gesprochen hat. Beim Beten habe ich mich auf einer großen Bühne gesehen, wie ich vor tausenden Menschen Worship gemacht habe und ich bin fest davon überzeugt, dass Gott mir damit zeigen wollte, dass das meine Berufung ist. Worship machen und anderen damit zu dienen. Seitdem habe ich dieses starke Verlangen nach mehr.

Plötzlich wurde mir klar, dass ich an eine Bibelschule möchte, weil ich so viel wie möglich wissen möchte, damit ich anderen Menschen helfen kann zu Jesus zu finden. Außerdem sollte es auch eine Möglichkeit geben, sich in im Worship weiterzubilden, deshalb habe ich sehr viel recherchiert und bin am Ende bei Bssm hängen geblieben. Yeos waren auch dort und haben mir schon viel erzält, außerdem kenne ich Bethel Music schon seit Jahren und finde die Texte und die Musik wirklich stark und generell hat sich alles so gut angehört.

Es war aber erstmal nur ein Gedanke oder Wunsch. Ich habe viel darüber gebetet, gerade auch, weil es natürlich auch nicht ganz billig ist und ich gerade erst in Südafrika war. Beim Beten kam dann aber immer deutlicher raus, dass ich mich bewerben soll. Bevor ich dann aber meine Bewerbung abgeschickt habe, habe ich erst nochmal eine Podcasts von Bethel gehört und habe ein Buch von Bill Johnson gelesen, das mir an viele Stellen echt die Augen geöffnet hat.

Das hat mir dann nochmal gezeigt, das das echt das Richtige für mich ist, weil Bssm alles verkörpert, was ich glaube. Außerdem gibt es dort auch die Möglichkeit in einer der Schülerbands mitzusingen und verschiedene Kurse wie Prophetic Worship oder Worship Songwriting dazu zu wählen, was genau das ist, was ich gesucht habe.

Die Zeit, in der ich auf die Zusage gewartet habe war auch total cool, weil wir Praise 2020 in der Alten Kirche hier in Watzenborn angefangen haben. Bei noch keinem anderen Worship-/Gebetsabend habe ich Gott so krass gespürt und konnte ihn so frei anbeten wie bei Praise. Die beiden Abende waren wirklich unglaublich schön, weil man sich komplett fallen lassen konnte und alles total Geist geleitet war.

Generell habe ich in den letzten Monaten echt gelernt mich auch auf der Bühne frei zu machen von den Meinungen anderer Menschen und mich zu hundert Prozent auf Jesus zu konzentrieren. Ich habe Gott mittlerweile schon so oft so stark gespürt, dass ich nie wieder Zweifel haben werde, dass es Gott wirklich gibt. Ich wünschte mehr Menschen würden es zulassen so von Gott berührt zu werden, dann gäbe es viel weniger Zweifel in dieser Welt.

Kleiner Ausschnitt von meinem Worshipblock bei Praise 2020 im Februar

Ich hab wirklich das Gefühl, dass Gott mich dort hinruft. Also habe ich mich, obwohl ich keine Ahnung hatte, wie ich es bezahlen soll, beworben und wurde angenommen. Die ganze Bewerbungsphase lief super, das Interview war wirklich ermutigend und ich konnte einfach spüren wie viel Segen darauf liegt. Mein Advisor meinte er hätte beim Lesen meiner Bewerbung richtig gespürt, dass ich total on fire bin und ein riesen Verlangen nach mehr habe und hat am Ende voll lang für mich gebetet und meinte, dass er spüren kann, dass Gott richtig viel mit mir vorhat, egal ob ich angenommen werde oder nicht. Das war echt krass ermutigend.

1,5 Wochen später kam dann meine Zusage. Genau zur rechten Zeit, ich hatte nämlich langsam doch darüber nachgedacht, was ich machen soll, wenn es nicht klappt, obwohl ich mir vorher die ganze Zeit so sicher war, dass Gott mich genau da haben möchte. Trotzdem war ich gar nicht so überrascht, als ich die Zusage bekommen hab, weil ich wie gesagt so sicher bin, dass es Gottes Wille ist. Aber erleichtert war ich natürlich trotzdem.

Ich konnte die ganze Nacht kaum schlafen, weil es auf einmal real und so nah war und Zweifel kamen über mich. Ich hatte Angst, dass das mit dem Geld nicht klappt. Ich hatte Anfang des Jahres eigentlich angefangen zu kellnern, das ist dann aber alles total seltsam gelaufen, mein Arbeitgeber hat mich einfach aus der Whatsapp Gruppe geschmissen ohne auch nur einen Kommentar und es gab irgendwie richtig viele Missverständnisse. Ich habe bis heute noch keinen Cent für die 44 Stunden, die ich gearbeitet habe, bekommen und werde wahrscheinlich auch nichts mehr davon sehen, obwohl sue mir gesagt haben, dass ich das Geld noch bekomme.Wirklich eine seltsame Geschichte!

Jetzt arbeite ich auf dem Wochen markt und versuche so noch etwas Geld zu verdienen, um mir das Jahr leisten zu können. Es ist zwar wiklich anstrengend, weil ich um 4 Uhr morgens aufstehen muss und dann 10 Stunden mit Maske Gemüse verkaufen muss aber eigentlich macht es auch Spaß. Meine Kollegen sind super nett und ich bekomme 11 Euro die Stunde also kann ich mich echt nicht beschweren.

Außerdem habe ich echt schon einige Spenden bekommen und merke einfach immer wieder was für ein krasser Segen darauf liegt und, dass ich darauf vertrauen kann, dass Gott mich versorgt. Trotzdem hab ich immer noch nicht alles zusammen was ich brauche und, wenn Gott dir aufs Herz legt mich noch etwas zu unterstützen, bin ich unglaublich dankbar für jedes Gebet und jeden Cent!

Ich bin gerade am Visum dran, suche nach Flügen und einem Zimmer und kann da echt Gebet gebrauchen, gerade was das Visum angeht. Corona macht es natürlich auch nicht unbedingt leichter das Visum zu bekommen etc. Ich glaube fest, dass das alles klappt, weil für Gott nichts unmöglich ist. Kein Corona, keine geschlossenen Grenzen und auch sonst nichts kann ihn aufhalten, er hat schon längst gesiegt! Betet aber gerne trotzdem mit dafür, dass die Grenzen wieder rechtzeitig aufgehen und alles ohne Probleme klappt.

Ich merke so langsam echt, dass es näher kommt und meine Aufregung steigt. Ich freue so sehr darauf und nichts wird mir diese Freude nehmen können. Ich habe in den letzten 6 Monaten echt gelernt voll und ganz auf Gott zu vertrauen. Er ist so gut!! Er ist immer bei mir, hilft mir durch die schwierigen Zeiten und wird mich versorgen, da bin ich mir sicher.

Falls ihr mich gerne bei diesem großen Schritt, bei meinem nächsten Lebensabschnitt, der mein Leben mit Sicherheit verändern wird, unterstützen möchtet, verlinke ich euch meinen Gofundme Spendenaufruf (bei dem ich allerdings ein paar Transaktionsgebühren zahlen muss), gebe euch meine Bankdaten und mein Paypal. Ich bin wirklich für jede noch so kleine Spende dankbar! ☺️💕

https://www.gofundme.com/f/6s7dtt-bssm-first-year?utm_source=customer&utm_medium=copy_link-tip&utm_campaign=p_cp+share-sheet

Bankdaten: IBAN: DE27513900000060226016 BIC: VBMHDE5F

PayPal: toni.weiss@web.de

Oder geht direkt auf den Link, um einen Teil meiner Schulgebühren zu übernehmen.
https://my.bssm.net/donations/tuition_transactions/new?finance_target_id=516153&finance_target_type=StudentBinder

Ich verkaufe auch ein paar Bilder, wenn ihr Interesse habt etwas zu kaufen oder etwas Bestimmtes habt, dass ihr gerne gemalt haben würdet, schreibt mir gerne eine Mail (an toni.weiss@web.de). Ich zeichne, male mit Aquarell und mit Acrylfarben und bin offen für Ideen und Vorschläge.

Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende ☺️✨

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